Über uns

„Urania“ ist ein Medienprojekt über die Geschichte und Gegenwart von LGBT-Personen in Russland und weltweit – sowie über LGBT-Politik und queere Theologie. Damit meinen wir die Lebensrealitäten und Erfahrungen von Menschen, deren sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität nicht in gängige gesellschaftliche Normen passt.

Diese Website wurde ursprünglich von russischen Autor*innen erstellt; alle Artikel sind aus dem Russischen übersetzt.

Wir schreiben für ein breites Publikum, versuchen dabei aber, der akademischen Forschung so nahe wie möglich zu bleiben. Die Texte auf dieser Website werden von Autor*innen verfasst, die in Geschichte und verwandten geisteswissenschaftlichen Fächern ausgebildet sind. Wir orientieren uns an wissenschaftlicher Sorgfalt und an größtmöglicher Objektivität, wohl wissend, dass es vollständige Objektivität auch in der Wissenschaft nicht gibt.

Am Ende jedes Artikels finden Sie einen Abschnitt mit Literatur und Quellen, sodass Sie selbst nachsehen können, worauf wir uns stützen. Die Bibliografie basiert in der Regel vor allem auf wissenschaftlichen Monografien, Fachartikeln aus wissenschaftlichen Zeitschriften und Primärquellen; je nach Thema können wir auch literarische Texte einbeziehen, wenn sie für den jeweiligen Beitrag tatsächlich wichtig sind.

Wir bezeichnen Menschen nicht ohne Belege und ausreichende Quellen als schwul oder lesbisch. Wenn die Quellen keine sichere Schlussfolgerung zulassen, sagen wir das ausdrücklich oder lassen die Frage offen. Wenn Sie unsere Artikel lesen, werden Sie das selbst sehen.

Der Name „Urania“ geht auf einen altgriechischen Mythos über Aphrodite, die Göttin der Liebe, zurück. In Platons Dialog Das Symposion heißt es, es gebe zwei Aphroditen: Aphrodite Pandemos („die allen Menschen Zugewandte“) und Aphrodite Urania („die Himmlische“). Bei Platon steht Aphrodite Urania für eine „himmlische“ Liebe zwischen Männern, die vor allem auf geistiger Nähe und einer Verwandtschaft des Denkens beruht und nicht auf körperlichem Begehren. Den Namen dieser „himmlischen“ Aphrodite haben wir für unser Projekt gewählt.

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