The Advocate Greift Die These Wieder Auf, Dass Die USA Schon Einen Schwulen Präsidenten Gehabt Haben Könnten

Nachdem Alexandria Ocasio-Cortez gesagt hatte, die USA könnten vielleicht schon einmal einen schwulen Präsidenten gehabt haben, veröffentlichte The Advocate einen Überblick über ältere historische Theorien zu diesem Thema. Wie Them berichtet , war der Anlass ihre Antwort auf eine TMZ-Frage: Die Kongressabgeordnete sagte, sie wisse es nicht sicher, halte es aber für gut möglich.

Der Beitrag betont, dass es sich nicht um eine feststehende Tatsache, sondern um rückblickende Deutungen handelt. Er erinnert daran, dass Pete Buttigieg in der modernen US-Politik dem Status des ersten offen schwulen Präsidenten am nächsten kam, als er 2020 kandidierte und später Verkehrsminister wurde.

Unter den historischen Figuren wird laut The Advocate am häufigsten James Buchanan genannt, der 15. Präsident der Vereinigten Staaten. Das Interesse an seinem Privatleben hängt damit zusammen, dass er sein Leben lang unverheiratet blieb und in Washington oft mit dem Senator und Diplomaten William Rufus King gesehen wurde. Das Magazin erinnert auch daran, dass ein Teil der Unterlagen von Buchanan und King nach ihrem Tod vernichtet wurde. Deshalb bleibt die Frage eine Sache der Interpretation und nicht des Beweises.

Ein weiteres Beispiel in dem Überblick ist Abraham Lincoln. Der Artikel greift die seit Langem geführten Debatten über seine enge Beziehung zu Joshua Speed auf, mit dem Lincoln mehrere Jahre ein Bett teilte. The Advocate führt solche Episoden als Teil einer breiteren historischen Diskussion über die Sexualität von Präsidenten an, nicht als endgültigen Beleg.

Das Magazin erinnert auch an Berichte über Barack Obama nach der Veröffentlichung eines Briefes von 1982, in dem er über Fantasien mit Männern schrieb. Zugleich nennt der Artikel einen wichtigen Vorbehalt: Obama ist öffentlich als heterosexueller Mann bekannt, der mit Michelle Obama verheiratet ist, und keiner der beiden hat den Bericht kommentiert.

Am Ende kommt The Advocate zu einem vorsichtigen Schluss: Die Frage, ob es in der Geschichte der USA vielleicht schon einen schwulen Präsidenten gab, bleibt Teil einer kulturellen und historischen Debatte. Derzeit geht es um Theorien und indirekte Hinweise, nicht um bestätigte Tatsachen.