In Spanien stoppte ein dienstfreier Guardia-Civil-Beamter eine Attacke zweier Männer marokkanischer Herkunft auf eine trans Frau im Nahverkehrszug
Vor wenigen Tagen beleidigten und bedrängigten in einem Nahverkehrszug der Renfe Cercanías zwischen den Haltestellen Plaza Mayor und La Nogalera in Torremolinos (Provinz Málaga) zwei Männer um die zwanzig mit marokkanischem Hintergrund eine 28-jährige trans Frau mit marokkanischer Staatsangehörigkeit; sie reiste mit einer Freundin. Gegen 17 Uhr eskalierte der Streit bis zum versuchten körperlichen Übergriff. Laut Polizeibericht warf man ihr unter anderem zu: „Wenn du in Marokko wärst, würdest du dich nicht trauen, so auf die Straße zu gehen.“ El Debate berichtete darüber.
Ein dienstfreier Beamter der Guardia Civil war an Bord: er wies sich aus, stellte sich zwischen die Täter und die Geschädigte und beruhigte die Lage bis zum Eintreffen von Verstärkung.
Am Bahnhof La Nogalera waren Beamte der Policía Nacional im Einsatz; es wurde ein Bericht mit Identifizierung der Beteiligten erstellt. Wie El Debate unter Berufung auf Málaga Hoy schreibt, erklärte die Pressestelle der Provinzpolizei, es habe keine Festnahmen gegeben; die Unterlagen seien an die Justiz übergeben worden.
Das Frauenbetreuungsteam Equipo de Atención a la Mujer (EAM) nahm umgehend Kontakt zur Betroffenen auf und bot psychologische Hilfe an. Nach Einschätzung des EAM ließen die den mutmaßlichen Tätern zugeschriebenen Äußerungen offenen Hass auf die Geschlechtsidentität des Opfers erkennen. Ein technisches Schreiben ging an die spezialisierte Hasskriminalitäts-Staatsanwaltschaft; es gilt als möglich, dass die Tat als Hassverbrechen gewertet wird.
Torremolinos an der Costa del Sol gilt weithin als wichtiger Ort für LGBT-Tourismus und die lokale Community.
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