Das Europäische Parlament Unterstützt Ein EU-Weites Verbot Von Konversionstherapie

Das Europäische Parlament hat einen Aufruf zu einem EU-weiten Verbot der sogenannten Konversionstherapie unterstützt. Wie der Washington Blade berichtet , unterstützten am 29. April 405 Abgeordnete des Europäischen Parlaments diese Position. Die Europäische Kommission muss nun bis zum 18. Mai offiziell darauf antworten.

Die Praxis gilt bei internationalen Menschenrechtsorganisationen und in vielen medizinischen Fachkreisen als schädlich. Mit Konversionstherapie sind in der Regel Versuche gemeint, die sexuelle Orientierung oder die Geschlechtsidentität eines Menschen zu verändern oder zu unterdrücken.

Ein wichtiger Hintergrund der Abstimmung war die Europäische Bürgerinitiative von Against Conversion Therapy LGBT. Die Kampagne begann 2024 und sammelte mehr als 1.2 Millionen Unterschriften, wodurch das Thema auf die Ebene der EU-Institutionen gehoben wurde. Für Leserinnen und Leser ist hier wichtig: Eine solche Initiative ändert das Recht nicht unmittelbar, zwingt die Kommission aber zu einer offiziellen Antwort und dazu, zu erklären, ob sie neue Maßnahmen vorbereiten will.

Nach Angaben des Blatts gilt in mehreren europäischen Ländern bereits ein vollständiges Verbot. Unter den EU-Staaten werden Belgien, Zypern, Frankreich, Malta, Portugal und Spanien genannt. Auch Norwegen, das nicht zur EU gehört, hat diese Praxis vollständig verboten.

In anderen Ländern bestehen bereits engere Einschränkungen. In Griechenland ist Konversionstherapie seit 2022 bei Minderjährigen verboten. In Deutschland gilt seit 2020 ein Verbot für Minderjährige und für Erwachsene, die einer solchen Praxis nicht zugestimmt haben.

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