König Mswati III. von Eswatini: Schwule und Lesben nicht willkommen, solange er herrscht

König Mswati III. von Eswatini: Schwule und Lesben nicht willkommen, solange er herrscht

König Mswati III. von Eswatini erklärte am Karfreitag, dem 3. April 2026, bei einer Gebetsversammlung in Lobamba, Schwule und Lesben seien in Eswatini nicht willkommen, solange er auf dem Thron bleibe. MambaOnline beruft sich auf lokale Medien und berichtet, er habe Homosexualität als „böse Tat“ im „Geist von Sodom und Gomorra“ bezeichnet und gleichgeschlechtlichen Paaren unter seiner Herrschaft einen Platz im Land abgesprochen.

Die Zeitung Swaziland News meldete, dass ein Beitrag über die Äußerungen des Königs innerhalb von vierundzwanzig Stunden mehr als eine Million Aufrufe in sozialen Netzwerken erzielt habe.

Die Menschenrechtsgruppe Eswatini Sexual and Gender Minorities (ESGM), die seit Jahren eine offizielle Registrierung im Land anstrebt, nannte die Worte des Königs verantwortungslos und schädlich.

ESGM verband die Kommentare des Monarchen mit Äußerungen des Ministers für Bildung und Ausbildung, Owen Nxumalo, im Januar 2026. Nxumalo hatte behauptet, Schülerinnen und Schüler im Land würden zur Homosexualität „gezwungen“, und hatte Lernenden und dem Schulpersonal gesagt, gleichgeschlechtliche Beziehungen seien in Schulen wegen kultureller Traditionen unzulässig.

Die Organisation wies darauf hin, dass sich die Folgen solcher Äußerungen bereits zeigten, unter anderem in Berichten über die Schulverweisung von sechs Mädchen.

Eswatini bleibt eine der wenigen absoluten Monarchien der Welt. Männer, denen Sodomie vorgeworfen wird, können weiterhin ohne Haftbefehl auf Grundlage des Gesetzes über Strafverfahren und Beweise von 1938 festgenommen werden, doch in der Praxis wird die Vorschrift selten angewendet.