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Venezolanische Menschenrechtsorganisation erfasst 198 Fälle von Gewalt und Diskriminierung gegen LGBTI-Personen

Archivfoto: Pride in Caracas am 3. Juli 2022. Foto: Nixiras / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Ohne Zuschnitt in WebP umgewandelt; diese Fassung steht unter derselben Lizenz.
Archivfoto: Pride in Caracas am 3. Juli 2022. Foto: Nixiras / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Ohne Zuschnitt in WebP umgewandelt; diese Fassung steht unter derselben Lizenz.

Glorielys Pérez, Generalkoordinatorin der venezolanischen Beobachtungsstelle für Gewalt gegen LGBTI-Personen, sagte der Nachrichtenagentur EFE am 6. November, dass seit Anfang 2026 landesweit 198 Fälle von Gewalt und Diskriminierung erfasst wurden. EFE nennt Januar bis September als Zeitraum, ebenso wie die Abschnittsüberschrift im Bericht der Beobachtungsstelle. Im Absatz mit der Gesamtzahl geben die Verfassenden Januar bis August an.

Die Beobachtungsstelle erfasste 150 diskriminierende Äußerungen, 24 als vorurteilsbedingte Straftaten eingestufte Fälle und 22 diskriminierende Vorfälle. Der Bericht enthält außerdem eine Vermisstenmeldung und einen Fall von Gewalt zwischen Personen gleichen Geschlechts. Nach Angaben der Beobachtungsstelle waren in 13 Fällen Staatsbedienstete beteiligt.

Der Bericht führt zwei Tötungsdelikte auf. Im Mai wurde im Bundesstaat Sucre ein Stylist getötet, im August eine 23-jährige trans Frau in einem Nachtlokal im Bundesstaat Táchira erschossen. Laut Bericht wurden in beiden Fällen Ermittlungen angekündigt.

Die Beobachtungsstelle forderte die Behörden auf, Übergriffe durch Staatsbedienstete zu untersuchen. Sie empfahl außerdem, die Bedürfnisse von LGBTI-Personen in humanitären Programmen zu berücksichtigen, etwa bei der Hilfe für Betroffene der Erdbeben im Juni.

Der Bericht erwähnt die Polizeirazzia in einem LGBT-Lokal in Barquisimeto, über die Uránia bereits berichtet hatte. Die Staatsanwaltschaft meldete damals Ermittlungen und die Festnahme von fünf Polizisten. Uránia berichtete auch über den Marsch am 31. Oktober in Caracas, bei dem Teilnehmende Maßnahmen gegen Diskriminierung forderten und Hilfsgüter für Erdbebenbetroffene sammelten.

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