Südkorea korrigiert Handbuch, das Homosexualität unter Jugenddelinquenz aufführte
Südkoreas Ministerium für Geschlechtergleichstellung und Familie äußerte am 4. November 2026 Bedauern und kündigte an, ein Handbuch für die Beratung gefährdeter Jugendlicher sofort zu korrigieren. Darin stand Homosexualität neben sexualisierter Gewalt, Diebstahl und Drogenproblemen in einer Kategorie für Jugenddelinquenz.
Herausgeber war das Koreanische Institut für Jugendberatung und Jugendhilfe. Das Handbuch richtet sich an Fachkräfte, die Jugendliche aufsuchen und ihnen psychologische, soziale, medizinische und pädagogische Unterstützung vermitteln. Das koreanische Medium Chamseasang berichtete über die Einordnung, worauf die Formulierung auf Kritik stieß.
Das Ministerium will weitere Teile mit Beratungsfachleuten prüfen und die Fortbildung zu Menschenrechten ausbauen. Wie The Korea Herald berichtet, hatte es im August bereits eigene Richtlinien für Jugendunterkünfte überarbeitet. Sie verbieten es, die Aufnahme wegen der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität zu verweigern.


