Der Landtagsabgeordnete Heiner Garg berichtet über homophobe Anfeindungen in Kiel

Heiner Garg, FDP-Abgeordneter im schleswig-holsteinischen Landtag, hat über homophobe Anfeindungen bei Spaziergängen mit seinem Mann in der Landeshauptstadt Kiel gesprochen. Über sein Interview mit dem Flensburger Tageblatt berichtete queer.de am 2. November 2026 unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa.
Garg, der offen schwul ist und früher Sozialminister des Landes war, sagte, dass er und sein Mann im Alltag fast ausschließlich positive Erfahrungen mit anderen Menschen machten. Ein Jogger spucke jedoch nach seinen Angaben regelmäßig demonstrativ vor ihnen auf den Boden, wenn er ihnen beim Spaziergang mit den Hunden begegne.
Garg zufolge waren es in fast allen Fällen, in denen er und sein Mann Spott oder ähnliches Verhalten erlebten, junge Männer mit Migrationshintergrund. Vor ein oder zwei Jahren hätte er sich dazu womöglich noch nicht öffentlich geäußert. Inzwischen findet er, dass solche Vorfälle offen angesprochen und nicht aus Gründen der politischen Korrektheit verschwiegen werden sollten.
Urania berichtete zuvor über die Schilderung der Berliner Bezirksverordneten Jelisaweta Kapinos zu Drohungen gegen Gäste von LGBT-Bars in Schöneberg.


