Brasiliens LGBT-Katholiken wählen Netzwerkleitung und stellen ein Buch über den Glauben vor
Das fünfte landesweite Treffen von LGBT-Katholiken fand vom 30. Oktober bis zum 2. November 2026 im Kulturzentrum der Jesuiten in Brasília statt. Die Teilnehmenden stellten in Brasiliens Hauptstadt ein Buch über ihre Erfahrungen im kirchlichen Leben vor und wählten die Leitung des Nationalen Netzwerks katholischer LGBT-Gruppen für die Jahre 2026–2029.
Wie das Netzwerk am 6. November mitteilte, fand die Wahl am 1. November in der Plenarversammlung statt. Andrea Moller von der Gruppe Núcleo Santa Clara wurde zur nationalen Sekretärin gewählt, Jeferson Batista von Diversidade Católica Campinas zum geschäftsführenden Sekretär. Die Teilnehmenden wählten auch die Regionalvertretungen sowie die Verantwortlichen für pastorale Kommunikation und Beratung.
Das Buch A Igreja é de todos, todos, todos („Die Kirche gehört allen, allen, allen“) wurde am 31. Oktober vorgestellt. Nach Angaben des Nationalen Rates der katholischen Laien Brasiliens umfasst es 35 Kapitel über den Glauben und die Beteiligung von LGBT-Personen am kirchlichen Leben. Es enthält persönliche Berichte, Beiträge zur pastoralen Arbeit und wissenschaftliche Aufsätze. Die Katholische Universität Pernambuco nennt Batista als einen der vier Herausgeber des Bandes.
Im Abschlussbrief sprachen sich die Teilnehmenden dafür aus, LGBT-Katholiken an kirchlichen Entscheidungen zu beteiligen. Das Netzwerk vereint seit 2014 Laiengruppen und gehört seit 2022 dem Nationalen Rat der katholischen Laien Brasiliens an. Der Bischof von Jundiaí, Arnaldo Carvalheiro Neto, wurde von der brasilianischen Bischofskonferenz als Ansprechpartner für das Netzwerk benannt. Er bezeichnete das Buch als Beitrag zur Stärkung des gegenseitigen Respekts in der Kirche. Seine Einschätzung steht auf dem Buchumschlag.
Uránia berichtete bereits über einen Synodenbericht des Vatikans mit persönlichen Berichten von LGBT-Katholiken.


