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Katholische LGBT-Initiative Outreach veröffentlicht eigene Fassung eines Bußgebets

Die katholische LGBT-Initiative Outreach in den USA veröffentlichte am 25. Oktober 2026 einen Essay der amerikanischen Seelsorgerin Ariell Watson Simon über das Confiteor, ein Schuldbekenntnis zu Beginn der Messe. Der Beitrag eröffnet eine Reihe über die Liturgie aus der Erfahrung von LGBT-Katholiken und endet mit einer persönlichen Bearbeitung des Gebets.

Watson Simon schreibt, ihre sexuelle Orientierung mache sie für sich genommen nicht zur Sünderin. Bei der Gewissenserforschung sollten Vorurteile, Worte und Unterlassungen berücksichtigt werden. Reue versteht sie als gemeinsame Aufgabe von Gläubigen, die auf das Gebet füreinander angewiesen sind.

Ihre Fassung nennt weder die Jungfrau Maria noch die Engel. Die Bitte, mit der Autorin zu beten, richtet sich an „geistliche Vorfahren“, „queere Heilige“ und die Menschheitsfamilie. Outreach veröffentlichte am 25. Oktober auch einen Auszug auf X.

Wie könnte das Confiteor für LGBT-Katholiken klingen? Im ersten Essay der Reihe „Ein Messführer für LGBT-Katholiken“ bietet Ariell Watson Simon diese Bearbeitung an: „Darum bitte ich alle meine geistlichen Vorfahren, queere Heilige und euch, die Menschheitsfamilie, mit mir zu beten.“

Das konservative Medium LifeSiteNews bezeichnete die Bearbeitung am 27. Oktober als „blasphemisch“. Der Autor Antonino Cambria meint, sie verharmlose Sünde. Er kritisiert die Anrufung „queerer Heiliger“ und das Fehlen einer Darstellung der kirchlichen Lehre zur Homosexualität.

Outreach stellt den Text als persönliche Bearbeitung vor. Den geltenden Ablauf der Messe legt das Römische Messbuch fest. Seine Allgemeine Einführung erläutert, dass der Bußakt zu Beginn der Messe die sakramentale Beichte nicht ersetzt. Nummer 24 untersagt dem Priester, aus eigener Initiative Elemente der Liturgie hinzuzufügen, wegzulassen oder zu verändern.

Outreach, gegründet vom amerikanischen Jesuitenpater James Martin, gehört zu America Media. Die Initiative veröffentlicht Materialien für LGBT-Katholiken, ihre Familien und Seelsorgende und organisiert Konferenzen und Gebetstreffen.

Urania berichtete bereits über eine Messe für LGBT-Katholiken und ihre Angehörigen in Atlanta, die am 18. Oktober unter Beteiligung von Outreach stattfand.

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