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Kubas UN-Botschafter wegen Anspielung auf schwule Romanze von US-Diplomat und Oppositionellem kritisiert

Kubas ständiger Vertreter bei den UN, Ernesto Soberón Guzmán, veröffentlichte am 19. Oktober 2026 auf X eine Videoparodie über US-UN-Botschafter Mike Waltz und den kubanischen Oppositionellen José Daniel Ferrer. Wie CiberCuba am 20. Oktober berichtete, kritisierten einige Nutzer die romantische Anspielung wegen eines aus ihrer Sicht homophoben Untertons.

In der Montage werden Bilder von Waltz und Ferrer mit rosa Herzen und Musik verbunden und die beiden als romantisches Paar dargestellt. Soberón ergänzte einen Kommentar über die Ausdruckskraft von Bildern mit Musik sowie eine Parole gegen die US-Blockade Kubas.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, und mit Musik ist es noch besser. #CubaIsNotAThreat: „Kuba ist keine Bedrohung“, die Blockade schon.

Der Veröffentlichung ging eine Konfrontation am UN-Sitz in New York voraus. Laut Reuters vom 19. Oktober riefen kubanische Diplomaten Waltz nach einer von der US-Mission organisierten Veranstaltung mit kubanischen Dissidenten Anschuldigungen zu. Die Teilnehmenden hatten Menschenrechtsverletzungen auf der Insel erörtert.

Waltz bezeichnete das Verhalten der kubanischen Vertreter als Einschüchterung der Teilnehmenden. Soberón warf Washington dagegen vor, die kubanische Bevölkerung durch Sanktionen kollektiv zu bestrafen. Die kubanische Seite betrachtet solche Veranstaltungen als politischen Druck der USA; die US-Mission stellt sie als Auseinandersetzung mit Repression auf Kuba dar.

Gesondert zitierte CiberCuba die Einschätzung des Journalisten José Raúl Gallego zu einer Geste einer Person im schwarzen Sakko während der Konfrontation. Nach seiner Beschreibung imitierte sie mit den Händen Flügelschläge. Gallego deutete dies als homophobe Verspottung mit Bezug auf das kubanische Schimpfwort „pájaro“, also „Vogel“, für schwule Männer.

Der Konflikt ereignete sich vor der jährlichen Behandlung des Embargos in der Generalversammlung. Am 28. Oktober verabschiedeten die UN erneut eine Resolution zur Aufhebung des US-Embargos.

Auf Kuba änderte sich die Rechtslage gleichgeschlechtlicher Paare 2022: Das per Referendum gebilligte Familiengesetzbuch ermöglichte ihnen Ehe und Adoption. Darüber berichtete Reuters. Die Kritik an der Videoparodie richtet sich gegen die Verwendung einer vermeintlichen gleichgeschlechtlichen Beziehung zur Verhöhnung politischer Gegner.

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