In Marokko werden Ermittlungen wegen LGBT-Flagge bei Konzert mit Coldplay-Songs gefordert
Die marokkanische Organisation Zentrum zum Schutz sozialer Rechte und für Entwicklungsstrategien erklärte am 31. Oktober 2026, wegen einer Regenbogenflagge bei einem Konzert in Casablanca eine Beschwerde an den Leiter der Staatsanwaltschaft gerichtet zu haben. Nach Angaben von Al3omk betrifft sie einen Auftritt vom 29. Oktober im Veranstaltungsort Sacré-Cœur.
Im Programm von Visit Casablanca wird das Konzert als Coldplay Tribute — A Sky Full of Stars mit UnderGround als Veranstalter aufgeführt. Andere Musiker spielten Lieder der britischen Band; die Mitglieder von Coldplay selbst traten nicht auf.
Das Zentrum hält das Zeigen der Flagge für unvereinbar mit den religiösen Werten Marokkos und den Nutzungsregeln einer städtischen Einrichtung. In seiner Erklärung heißt es, einer der Sänger habe die Flagge hochgehalten und im Publikum seien Minderjährige gewesen. Dies sind Angaben des Beschwerdeführers.
Die Organisation verlangt eine Prüfung der Konzertgenehmigung und der Einhaltung der Nutzungsbedingungen. Außerdem sollen der Künstler, die Veranstalter und ein Vertreter des Betreibers Casa Events befragt werden, um die Verantwortlichkeit für den Vorfall festzustellen.
Lenew beschreibt unterschiedliche Reaktionen: Einige Nutzer sozialer Medien halten die Geste für provokativ, andere verteidigen die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks.
Sacré-Cœur ist eine ehemalige katholische Kirche, die nach ihrer Restaurierung 2023 als Kulturort unter Leitung von Casa Events et Animation wiedereröffnet wurde. Darüber berichtete Le360 bereits früher.


