LGBT-Filmfestival in Chinas Hauptstadt am Vorabend der Eröffnung abgesagt
Die Veranstalter des Beijing Queer Film Festival in Chinas Hauptstadt Peking kündigten am 29. Oktober 2026 die Absage der auch als Love Queer Film Week bekannten Veranstaltung an. Laut Anmeldeseite sollte sie vom 30. Oktober bis zum 8. November stattfinden.
In einer Erklärung auf Instagram entschuldigte sich das Team bei allen, die teilnehmen wollten oder sich auf die Vorführungen gefreut hatten, und bedankte sich für die Unterstützung. Die Organisatoren erklärten die Absage nicht.
Das australische Medium QNews berichtete über wiederholte Anrufe von Behörden bei den Veranstaltern vor der Absage.
Maya Wang, stellvertretende Asien-Direktorin von Human Rights Watch, brachte die Situation mit schärferer Kontrolle unabhängiger gesellschaftlicher und kultureller Aktivitäten in Verbindung. Der Chinawissenschaftler Hongwei Bao von der Universität St Andrews erwartet negative Folgen für Chinas queere Community. Beide Einschätzungen gibt QNews wieder.
Studierende der Peking-Universität gründeten das Festival 2001. Es widmet sich unabhängigem queeren Kino und Gesprächen über Sexualität und Geschlecht und zeigt Arbeiten aus China und anderen Ländern.
Uránia berichtete bereits über die Absage von LGBT-Filmvorführungen im Institut Français in Peking im Juni 2026 nach Berichten über Polizeidruck.


