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USA: Schwuler Republikaner Todd Novak strebt Wiederwahl ins Parlament von Wisconsin an

Todd Novak. Offizielles Porträt für die Sitzungsperiode 2025–2027, aufgenommen am 18. Dezember 2024. © Sam.kussow / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Beschnitten, verkleinert und in WebP umgewandelt.
Todd Novak. Offizielles Porträt für die Sitzungsperiode 2025–2027, aufgenommen am 18. Dezember 2024. © Sam.kussow / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Beschnitten, verkleinert und in WebP umgewandelt.

Im US-Bundesstaat Wisconsin will sich der offen schwule Republikaner Todd Novak am 3. November 2026 in die Assembly, das Unterhaus des Staatsparlaments, wiederwählen lassen. Wisconsin Public Radio (WPR) zählt seinen 51. Wahlbezirk in einem Überblick vom 19. Oktober zu den entscheidenden Rennen um die Kontrolle über die Kammer.

Die Republikaner halten seit 2011 die Mehrheit in der Assembly. Vor der Wahl verfügen sie über 54 Sitze, die Demokraten über 45. Alle 99 Mandate stehen zur Wahl. Für eine Mehrheit benötigen die Demokraten einen Nettogewinn von fünf Sitzen, mögliche Verluste in bisher gehaltenen Wahlbezirken eingerechnet.

Novak wurde erstmals 2014 gewählt und gehört der Kammer seit 2015 an. Er war der erste offen schwule Republikaner im Parlament von Wisconsin. Wie Wisconsin Watch festhält, stimmte sein Wahlbezirk 2024 sowohl für ihn als auch für die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris.

Im WPR-Interview bezeichnete sich Novak als gemäßigten Politiker und betonte, dass er Wählern beider Parteien helfe. Als Ergebnisse seiner Arbeit hob er Mittel für Straßen und lokale Projekte sowie seine Unterstützung für eine dauerhafte Einrichtung des Büros für Schulsicherheit hervor. Auch seine Wahlkampfwebsite betont die Zusammenarbeit mit den Kommunen.

Sein demokratischer Herausforderer Ben Gruber ist Naturschutzaufseher in Staatsparks. Er schlägt vor, die Formel zur Schulfinanzierung zu überarbeiten und die Zuweisungen an Kommunen zu erhöhen. Die derzeitigen Mittel reichten für die Bedürfnisse der Gemeinden nicht aus, argumentiert er. Zudem kandidiert Nathan Tataje für die American Solidarity Party.

Nach der von Bill Sponsor veröffentlichten namentlichen Abstimmung stimmte Novak am 20. März 2025 für AB 104. Der Entwurf sollte medizinische Maßnahmen zur Geschlechtsangleichung bei unter 18-Jährigen mit festgelegten Ausnahmen verbieten. Der demokratische Gouverneur Tony Evers legte am 31. März 2026 sein Veto ein und wandte sich gegen Einschränkungen für transgeschlechtliche Kinder. Der Entwurf wurde nicht Gesetz.

Uránia berichtete bereits über Äußerungen des republikanischen US-Kongressabgeordneten Derrick Van Orden aus Wisconsin zu den Chancen eines schwulen Präsidentschaftskandidaten.

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