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US-Gewerkschafterin und Unterstützerin von LGBT-Rechten Dolores Huerta gestorben

Dolores Huerta bei einer Wahlkampfveranstaltung in Phoenix, Arizona, am 28. August 2024. Foto: Gage Skidmore / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0. Bildausschnitt, Verkleinerung und Umwandlung in WebP.
Dolores Huerta bei einer Wahlkampfveranstaltung in Phoenix, Arizona, am 28. August 2024. Foto: Gage Skidmore / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0. Bildausschnitt, Verkleinerung und Umwandlung in WebP.

Die amerikanische Gewerkschafterin Dolores Huerta, Mitbegründerin der Landarbeitergewerkschaft United Farm Workers (UFW) und Unterstützerin der Gleichberechtigung von LGBT-Menschen, ist am 28. Oktober 2026 in ihrem Haus in Bakersfield, Kalifornien, gestorben. Sie wurde 96 Jahre alt. Ihre Stiftung teilte mit, sie sei im Kreis ihrer Angehörigen gestorben.

Ein Sprecher der Familie bestätigte ABC News, dass die Todesursache eine Krebserkrankung war. Die Angehörigen baten um Wahrung ihrer Privatsphäre und kündigten an, Pläne für Gedenkveranstaltungen später bekannt zu geben.

Wie LGBTQ Nation erinnert, verband Huerta ihren Einsatz für LGBT-Rechte mit ihrer Arbeit für Beschäftigte und Einwanderer. In einem Gastbeitrag für HuffPost vom Mai 2012 unterstützte sie die gleichgeschlechtliche Ehe und schrieb, diese Bewegungen setzten sich für ähnliche Garantien ein: Rechte am Arbeitsplatz, wirtschaftliche Sicherheit und gleiche Chancen. Im Juni 2013 trat sie in einem Video der Kampagne Familia es Familia auf, die sich an die Latino-Gemeinschaft richtete. Darin rief sie dazu auf, schwule und lesbische Familienmitglieder zu akzeptieren und das Recht gleichgeschlechtlicher Paare auf Eheschließung zu unterstützen.

Huerta wurde am 10. April 1930 im Bundesstaat New Mexico geboren und wuchs in Kalifornien auf. Sie arbeitete zunächst als Lehrerin, bevor sie sich der Bürger- und Gewerkschaftsarbeit zuwandte. 1962 gründete sie mit dem Gewerkschaftsorganisator César Chávez und weiteren Mitstreitern die National Farm Workers Association, die später Teil der UFW wurde.

In der Gewerkschaft verhandelte Huerta mit Arbeitgebern, organisierte Streiks und Boykotte kalifornischer Weintrauben und setzte sich für Gesetzesänderungen ein. Reuters zufolge sahen die von der UFW ausgehandelten Verträge Gesundheitsversorgung, Altersvorsorge, garantierte Pausen, Trinkwasser und Schutz vor Pestiziden vor. Huerta wirkte auch darauf hin, dass Kalifornien 1975 ein Gesetz verabschiedete, das Landarbeitern das Recht auf gewerkschaftliche Organisation und Tarifverhandlungen zusicherte.

Am 29. Mai 2012 verlieh US-Präsident Barack Obama Huerta die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung des Landes. Mit ihr verbunden ist der Gewerkschaftsslogan „¡Sí, se puede!“, der gewöhnlich mit „Ja, wir können!“ wiedergegeben wird. Obama verwendete die englische Fassung in seinem Präsidentschaftswahlkampf 2008.

Im März 2026 erklärte Huerta öffentlich, sie habe in den 1960er-Jahren sexuelle Gewalt durch Chávez erlebt, der 1993 starb. Nach ihren Worten hatte sie jahrzehntelang geschwiegen, weil sie befürchtete, der Landarbeiterbewegung zu schaden. Auch der Nachruf ihrer Stiftung geht auf diese Aussage ein; Reuters und ABC News berichten ebenfalls darüber.

Die von Huerta gegründete Stiftung bildet Organisatoren für die Arbeit in örtlichen Gemeinschaften aus und befasst sich mit Bildung, den Lebensbedingungen einkommensschwacher Familien und LGBT-Rechten. In einer Erklärung vom 28. Oktober hob Jeffery Freitas, Vorsitzender der kalifornischen Bildungsgewerkschaft CFT, ihre Unterstützung für Einwanderer, die LGBT-Gemeinschaft und Arbeitnehmerfamilien hervor.

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