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Türkei: Vier Inhaftierte freigelassen, darunter LGBT-Menschenrechtsverteidiger

Am 13. Oktober 2026 wurden im südtürkischen Mersin nach einer Haftprüfung vier Menschen freigelassen, die bei der September-Operation „Meine Familie ist sicher“ (Ailem Güvende) festgenommen worden waren. Laut ÜniKuir gehören die LGBT-Menschenrechtsverteidiger Tuna Şahin und Ece Yiğit zu den Freigelassenen.

Dem Medium zufolge sind damit alle LGBT-Aktivisten frei, die in Mersin im Rahmen dieser Operation in Untersuchungshaft genommen wurden. Es handelt sich um Haftentlassungen: Der Beitrag berichtet weder von Freisprüchen noch von einer Einstellung des Verfahrens.

Auch muzir.org bestätigte die Freilassungen und bezeichnete Yiğit als Mitglied des LGBT-Vereins 7 Renk. In einem vor ihrer Freilassung über Anwälte übermittelten Brief wies sie den Verdacht zurück, gegen das Vereinsgesetz verstoßen und Räume für Prostitution bereitgestellt zu haben.

Die Nachrichtenagentur DHA hatte zuvor berichtet, dass im September bei den von Mersin aus geführten Ermittlungen 36 Menschen festgenommen wurden: 28 kamen in Untersuchungshaft, acht wurden unter gerichtlichen Auflagen freigelassen. Die Ermittler brachten die Operation mit dem Verdacht der Verbreitung obszönen Materials sowie der Förderung von und des Zwangs zur Prostitution in Verbindung. Die Agentur schlüsselte die Verdachtsmomente nicht nach einzelnen Festgenommenen auf.

Uránia berichtete bereits über den Beginn der Operation und die Sperrung von LGBT-Angeboten in der Türkei. Die Ermittlungen im September betrafen mehrere Regionen; die aktuelle Nachricht über Freilassungen bezieht sich auf den Teil der Operation in Mersin.

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