Nachrichten Türkei

Türkisches Gericht verlängert Untersuchungshaft für fünf Personen bei Operation gegen LGBT-Organisationen

Am 13. Oktober 2026 ließ ein Gericht fünf Menschen in Untersuchungshaft, die in Kuşadası in der westtürkischen Provinz Aydın im Rahmen der Operation „Meine Familie ist sicher“ (Ailem Güvende) festgenommen worden waren. Darüber berichtete ÜniKuir. Die neue Entscheidung betrifft die Fortdauer der Untersuchungshaft.

Dem Medium zufolge wurden im September in Kuşadası sechs Personen festgenommen, darunter LGBT-Aktivisten. Nach der Vorführung vor Gericht kamen fünf wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit „Obszönität“ und „Prostitution“ in Untersuchungshaft.

Die Nachrichtenagentur DHA berichtete bereits am 14. September von fünf Untersuchungshaftanordnungen und der Freilassung einer Person nach der Befragung durch die Staatsanwaltschaft. Sie gab den Verdacht der Ermittler wieder, es gehe um die Verbreitung obszönen Materials über soziale Medien, die Förderung von Prostitution sowie Drogenbesitz oder -erwerb. Das sind Vorwürfe der Strafverfolgungsbehörden, keine Feststellungen zur Schuld der Betroffenen.

ÜniKuir nennt im Oktoberbericht weder die ausführliche Begründung der Entscheidung noch eine neue Haftdauer oder einen Termin für die nächste Überprüfung. Auch die Namen der fünf Personen werden nicht genannt. Von einem Urteil berichtet das Medium nicht.

Uránia berichtete bereits über die Freilassung von vier Personen, darunter LGBT-Menschenrechtsverteidiger, in Mersin am 13. Oktober. Beide Meldungen betreffen dieselbe September-Operation, jedoch unterschiedliche regionale Ermittlungen.

Ähnliche Inhalte

Neueste Nachrichten

Pride im südkoreanischen Incheon findet mit Zustimmung der Stadt auf dem Rathausplatz statt LGBT-Festival in Japan sammelt 188 Postkarten an Abgeordnete für die gleichgeschlechtliche Ehe Gleichgeschlechtlichem Paar im japanischen Iga wird die Eheschließung verweigert