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Gleichgeschlechtlichem Paar im japanischen Iga wird die Eheschließung verweigert

Links das Rathaus von Iga, rechts die Außenstelle der Präfekturverwaltung Mie. Archivaufnahme vom 18. November 2018. Foto: 伊賀上野ニンニン / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Verkleinert und in WebP umgewandelt.
Links das Rathaus von Iga, rechts die Außenstelle der Präfekturverwaltung Mie. Archivaufnahme vom 18. November 2018. Foto: 伊賀上野ニンニン / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Verkleinert und in WebP umgewandelt.

Masahiro Shimada und Katsunori Kano erfuhren am 20. Oktober 2026 in der japanischen Stadt Iga in der Präfektur Mie, dass ihre Ehe nicht registriert wird. Das geht aus einer Erklärung des Paares vom 21. Oktober hervor, die Marriage For All Japan am 22. Oktober veröffentlichte.

Die beiden hatten ihre Eheschließungsanzeige am 4. August eingereicht. Igas Bürgermeister Toshinao Inamori nahm das Dokument persönlich entgegen und erklärte, die Verbindung registrieren zu wollen. Die Stadt vertagte jedoch ihre Entscheidung, um die rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen. Die Entgegennahme der Unterlagen bedeutete noch keine Eheschließung.

Laut der Erklärung der Stadt vom 21. Oktober richtete Iga am 19. August eine Anfrage an das Bezirksamt für Rechtsangelegenheiten in Tsu, das dem Justizministerium untersteht. In seiner Antwort vom 15. September führte das Amt aus, die Bestimmungen des Zivilgesetzbuchs und des Familienregistergesetzes sähen die Ehe zwischen Menschen unterschiedlichen Geschlechts vor. Zudem müssten Familienregister landesweit einheitlich geführt werden, ohne Unterschiede zwischen den Kommunen.

Inamori erklärte, die Stadt müsse dieser Auslegung folgen und die Registrierung ablehnen. Zugleich sprach er sich weiterhin für die gesetzliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen aus. Die Ablehnung stelle weder die Beziehung des Paares noch dessen Würde infrage.

Shimada und Kano dankten dem Bürgermeister und den städtischen Bediensteten für ihre Bemühungen, eine Lösung zu finden. Sie äußerten jedoch ihren Ärger über die ausbleibenden Veränderungen auf nationaler Ebene. Sie wollten heiraten und als Familie leben. Nach eigenen Angaben zogen sie 2016 nach Iga, nachdem die Stadt ein System zur Anerkennung von Partnerschaften eingeführt hatte.

Unter Berufung auf öffentliche Äußerungen des Paares berichtete PRIDE JAPAN, die Männer hätten eine Bescheinigung über die Ablehnung erhalten; ihre Eheschließungsanzeige sei ihnen zurückgegeben worden. Sie hoffen, dass sie dasselbe Dokument nach einer Gesetzesänderung erneut einreichen können.

Titelbild: 伊賀上野ニンニン / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. Rathaus von Iga und Außenstelle der Präfekturverwaltung Mie, 18. November 2018. Ohne Beschnitt verkleinert und in WebP umgewandelt.

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