Bangkok nimmt LGBT-Rechte und interreligiösen Dialog in Bewerbung für WorldPride 2030 auf

Am 15. Oktober 2026 stellte Naruemit Pride, das Unternehmen hinter Bangkok Pride, in der thailändischen Hauptstadt das Programm der Bewerbung um die Ausrichtung des internationalen LGBT-Festivals WorldPride 2030 vor. Die Präsentation fand im Bangkok Art and Culture Centre statt, wie die thailändische Behörde für Frauenangelegenheiten und Familienentwicklung bestätigt.
Laut Matichon vom 16. Oktober beteiligt sich das Pride City Network, das 58 Städte des Landes verbindet, an den Vorbereitungen. Unterstützt wird die Bewerbung von einer auf Anordnung des Premierministers gegründeten Arbeitsgruppe mit Behörden aus 13 Ministerien. Dies betrifft die Vorbereitung der Bewerbung und bedeutet nicht, dass die Gastgeberstadt bereits feststeht.
Die offizielle Bewerbungswebsite sieht ein Menschenrechtsforum im Queen Sirikit National Convention Center und das Programm Pride Interfaith vor. Letzteres befasst sich mit dem Verhältnis von Glauben und Identität: LGBT-Teilnehmende verschiedener Religionen und Überzeugungen sollen persönliche Erfahrungen austauschen sowie an kreativen Workshops, Gesprächen und spirituellen Praktiken teilnehmen können.
Nach dem von Matichon veröffentlichten Plan schlagen die Veranstalter mindestens 150 Bangkok WorldPride Activist Fellowships vor. Mindestens 70 Prozent sollen an Aktivisten aus Ländern des Globalen Südens gehen. Das vorgeschlagene Programm umfasst 14 Tage vom 23. Januar bis zum 5. Februar 2030 sowie einen Umzug, Kultur- und Sportveranstaltungen. Die Pläne setzen einen Erfolg der Bewerbung voraus.
InterPride, der internationale Verband der Pride-Veranstalter, veröffentlicht Bewerbungen aus Bangkok und Barcelona. WorldPride wird unter seiner Lizenz ausgerichtet; die Mitgliedsorganisationen wählen die Gastgeberstadt per Abstimmung. Am 24. Oktober war das Ergebnis für 2030 noch nicht bekannt gegeben worden.
Foto: Chainwit. / Wikimedia Commons, Bangkok Pride, 1. Juni 2024. CC BY 4.0. Verkleinert und ohne Beschnitt in WebP umgewandelt.


