Methodistische Gemeinde in Italien kündigt Gespräche über die Bibel und LGBT-Erfahrungen an
Die methodistische Gemeinde im norditalienischen Alessandria hat vier öffentliche Treffen zur Bibellektüre im Licht der Erfahrungen von LGBT-Menschen angekündigt. Das am 22. Oktober 2026 auf Gionata veröffentlichte Programm reicht bis Januar 2027. Die Veranstalter wollen biblische Erzählungen aus der Perspektive queerer Theologie diskutieren.
Das erste Treffen wurde für den 23. Oktober mit der italienischen Theologin Selene Zorzi angekündigt, die über Zoom zugeschaltet werden sollte. Zorzi ist Mitautorin der Einführung zur italienischen Ausgabe von Bibbia Queer. Un commentario, wie der Katalog der Bibliothek Tomassetti ausweist.
Am 13. November soll es um Adam, Eva und die Schlange gehen, am 11. Dezember um die Beziehungen zwischen Rut und Noomi sowie David und Jonatan. Den Abschluss bildet laut Planung am 15. Januar 2027 ein Treffen über Philippus und den äthiopischen Eunuchen. Das Programm verbindet diese Geschichten mit Fragen nach Freiheit, menschlichen Beziehungen und der Teilhabe an einer Glaubensgemeinschaft.
Alle vier Treffen wurden für 20.30 Uhr Ortszeit in der methodistischen Kirche am Corso Borsalino 24 angesetzt. Der Eintritt ist frei. Die Adresse bestätigt das offizielle Gemeindeverzeichnis der Waldenserkirche.
Die im Programm erwähnte Bibbia Queer erschien 2023 auf Italienisch bei EDB. In diesem Sammelband mit Kommentaren zu den biblischen Büchern untersuchen Forschende und Geistliche die Auslegung der Schrift und ihren Einfluss auf LGBT-Gemeinschaften. Die italienische Ausgabe betreute Gianluca Montaldi.
Uránia berichtete bereits über das protestantische Netzwerk REFO+ in Italien und dessen Unterstützung für LGBT-Gläubige in den Kirchen.


