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Offen schwuler US-Ex-Abgeordneter George Santos bietet sich als Trumps Pressesprecher an

George Santos. Offizielles Porträt vom 2. Dezember 2022. Foto: Ike Hayman / U.S. House Office of Photography, Wikimedia Commons. Public Domain. Zugeschnitten und verkleinert.
George Santos. Offizielles Porträt vom 2. Dezember 2022. Foto: Ike Hayman / U.S. House Office of Photography, Wikimedia Commons. Public Domain. Zugeschnitten und verkleinert.

Der frühere US-Kongressabgeordnete George Santos, ein offen schwuler Republikaner, erklärte am 16. Oktober 2026, er sei bereit, Pressesprecher von Präsident Donald Trump zu werden. Er schrieb dies auf X nach Berichten über Katie Zacharias Ausscheiden aus dem Amt, berichtet LGBTQ Nation.

Übersetzung: „Ich habe bereits einen Job. Aber ich würde sofort als Pressesprecher für den Präsidenten arbeiten. Ich sage es ja nur.”

Es handelt sich um Santos’ persönliche Initiative: In seinem Beitrag erwähnt er weder ein Stellenangebot noch Gespräche mit dem Weißen Haus. Auch The Independent beschreibt die Erklärung als Angebot seiner eigenen Kandidatur. Eine offizielle Bekanntgabe seiner Ernennung liegt nicht vor.

Zacharia trat ihre Stelle am 12. Oktober an und verließ den Posten nach fünf Tagen. Wie ABC News unter Berufung auf Quellen und einen hochrangigen Vertreter des Weißen Hauses berichtete, soll sie eine andere Aufgabe in der Regierung übernehmen, die später bekannt gegeben werde. Trump sagte Journalisten am 16. Oktober, er habe ihr geraten, die Entscheidung für die Arbeit als Pressesprecherin noch einmal zu überdenken.

Santos vertrat 2023 einen Wahlkreis im Bundesstaat New York im Repräsentantenhaus. Am 1. Dezember desselben Jahres wurde er nach einer Untersuchung zu Verstößen gegen die Regeln der Wahlkampffinanzierung und zur privaten Verwendung von Wahlkampfgeldern ausgeschlossen. Seine Amtszeit und der Ausschluss sind in der offiziellen Biografie des US-Kongresses verzeichnet.

Im August 2024 bekannte sich Santos des Betrugs mittels elektronischer Kommunikation und des schweren Identitätsdiebstahls schuldig. Am 25. April 2025 wurde er zu 87 Monaten Haft verurteilt. Nach Angaben der Bundesstaatsanwaltschaft ging es unter anderem um falsche Finanzberichte und die unbefugte Nutzung von Daten und Geld von Spendern.

Trump milderte seine Strafe am 17. Oktober 2025; dieses Datum steht im Begnadigungsregister des US-Justizministeriums. Die Entscheidung war eine Strafmilderung, eine commutation, und keine vollständige Begnadigung, ein pardon. Sie bedeutete keinen Freispruch im Strafverfahren gegen Santos.

George Santos. Offizielles Porträt vom 2. Dezember 2022. Foto: Ike Hayman / U.S. House Office of Photography, Wikimedia Commons. Public Domain. Zugeschnitten und verkleinert.

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