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Offen schwuler Vorsitzender der London Assembly Andrew Boff verlässt Konservative Partei

Der Vorsitzende der London Assembly, Andrew Boff, hat die britische Konservative Partei nach 53 Jahren Mitgliedschaft wegen Differenzen über die Europäische Menschenrechtskonvention verlassen. Das berichtete Enfield Dispatch am 22. Oktober 2026. Boff bleibt als unabhängiger Abgeordneter tätig.

Laut The Standard erklärte Boff, er sei vom Wettbewerb um die konservative Kandidatur für das Londoner Bürgermeisteramt ausgeschlossen worden, weil er Großbritanniens Verbleib in der Konvention unterstütze. Er halte an seinen konservativen Grundsätzen fest und werde sie nicht für die Parteimitgliedschaft aufgeben.

Die Konservative Partei begründet ihren Austrittskurs damit, dem Parlament die Kontrolle über die Gesetzgebung zurückzugeben, die Grenzen stärker zu schützen und Abschiebehindernisse zu beseitigen. Dies ist ihre Position zur künftigen Politik.

Enfield Dispatch zufolge dankte Fraktionschefin Susan Hall Boff für seine Arbeit und bekräftigte den Parteikurs. Die Abgeordnete Emma Best forderte seinen Mandatsverzicht; die Fraktion erklärte, dies sei nicht ihre offizielle Position. Labour und die Liberaldemokraten begrüßten sein Festhalten an Prinzipien. Ein Sprecher von Reform UK hielt ihn für zu liberal für eine Mitte-rechts-Partei.

Das offizielle Profil der Assembly führt Boff inzwischen als unabhängig. Er gehört ihr seit 2008 an; sie kontrolliert den Bürgermeister. Boff ist offen schwul: In einem Interview mit LGBT+ Conservatives von 2022 sprach er über seine 2005 geschlossene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft.

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