Bildungsprojekt „Ikonen des LGBT+-Geschichtsmonats“ feiert 20-jähriges Bestehen und wächst auf 651 Persönlichkeiten
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Im Oktober 2026 feierte das US-amerikanische Online-Bildungsprojekt „Ikonen des LGBT+-Geschichtsmonats“ (LGBTQ+ History Month Icons Project), betreut von der Bürgerrechtsorganisation Equality Forum aus Philadelphia, sein 20-jähriges Bestehen. Im Rahmen des 21. jährlichen Jahrgangs wurden 31 neue Biografien herausragender Persönlichkeiten in den frei zugänglichen Katalog aufgenommen, wodurch das Projektarchiv nunmehr 651 Porträts umfasst.
Das Projekt wurde im Oktober 2006 von Malcolm Lazin, dem geschäftsführenden Direktor von Equality Forum, ins Leben gerufen, um den Beitrag der LGBTQ+-Gemeinschaft zu Weltgeschichte, Wissenschaft, Kunst und Bürgerrechten sichtbarer zu machen. Laut einem Beitrag des Gründers des LGBT-Geschichtsmonats Rodney Wilson im Magazin LGBTQ Nation startete die Initiative im ersten Jahr mit 31 Persönlichkeiten — einer für jeden Oktobertag. Zu den Pionieren der ersten Stunde gehörten der Schriftsteller James Baldwin, die Bürgerrechtsaktivistin Barbara Gittings, der Künstler Keith Haring, der Musiker Elton John, der Politiker Harvey Milk, der Mathematiker Alan Turing, der Dichter Walt Whitman und der Autor Oscar Wilde.
Der Jahrgang 2026 würdigt ein breites Spektrum historischer und zeitgenössischer Persönlichkeiten, darunter die Modeschöpfer Giorgio Armani und Calvin Klein, den ehemaligen französischen Premierminister Gabriel Attal, die Schriftstellerin Patricia Highsmith, König Jakob I. von England, den 16. US-Präsidenten Abraham Lincoln, den Vorkämpfer der deutschen Homosexuellenbewegung Karl Heinrich Ulrichs, den US-Autor Edmund White sowie die niederländische Cellistin und Widerstandskämpferin Frieda Belinfante. Die Online-Plattform lgbthistorymonth.com bietet kostenfreien Zugriff auf Biografien, Archivfotos, Lehrvideos und Literaturhinweise. Nutzer können die Datenbank nach Berufen, Religionen, ethnischer Herkunft und Epochen filtern. Nominierungen für das Jahr 2027 können bis zum 18. Dezember 2026 auf der Projektwebsite eingereicht werden.
Die in Philadelphia ansässige Organisation Equality Forum besteht seit 1993, als sie unter dem Namen PrideFest als regionaler Zusammenschluss gegründet wurde, bevor sie sich zu einer landesweiten Plattform für Bildung und Erinnerungskultur entwickelte, die unter anderem die Anbringung historischer Gedenktafeln in Pennsylvania koordiniert. Der LGBT-Geschichtsmonat selbst wurde im Oktober 1994 von dem Highschool-Geschichtslehrer Rodney Wilson in Missouri ins Leben gerufen. Bereits im September 2026 gab es in den USA weitere Meilensteine historischer Archivarbeit: In New York zogen Forscher Bilanz aus 25 Jahren des ACT UP Oral History Project, während der Stadtrat von New York den August offiziell zum „Black Pride Month“ erklärte, um das historische Erbe schwarzer LGBT+-Personen zu würdigen.


