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US-Republikaner Brian Fitzpatrick betont Unterstützung für LGBTQ+ inmitten von Parteiangriffen auf Pride-Teilnahme des Gegners

Der republikanische US-Kongressabgeordnete Brian Fitzpatrick aus Pennsylvania. Foto: Kristie Boyd / U.S. House Office of Photography / Wikimedia Commons (Gemeinfrei)
Der republikanische US-Kongressabgeordnete Brian Fitzpatrick aus Pennsylvania. Foto: Kristie Boyd / U.S. House Office of Photography / Wikimedia Commons (Gemeinfrei)

Am Donnerstag, den 8. Oktober 2026, hat der republikanische Kongressabgeordnete Brian Fitzpatrick im US-Bundesstaat Pennsylvania öffentlich sein Engagement für den Schutz der Bürgerrechte von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten bekräftigt. Fitzpatrick bewirbt sich im umkämpften 1. Kongresswahlbezirk um seine Wiederwahl und erhielt kurz zuvor die offizielle Wahlempfehlung der konservativen Interessengruppe American Unity Fund. Zeitgleich startete das Wahlkampfkomitee der Republikanischen Partei eine gezielte Kampagne gegen seinen demokratischen Herausforderer Bob Harvie, bei der Aufnahmen von Harvies Teilnahme an örtlichen Pride-Veranstaltungen als politisches Belastungsmaterial eingesetzt wurden.

Wie das amerikanische Fachmedium The Advocate berichtete, veröffentlichte Fitzpatrick auf der Plattform X ein Foto mit Unterstützern und einem regenbogenfarbenen Plakat. Darin dankte er dem American Unity Fund für die Würdigung seines Einsatzes für Antidiskriminierungsgesetze zugunsten schwuler und transgeschlechtlicher Menschen in den USA. Der Abgeordnete erklärte, er werde „stets dafür kämpfen, die Rechte, die Würde und die Freiheit jedes Amerikaners zu verteidigen und zu schützen“. Zeitgleich schaltete das Nationale Republikanische Kongresskomitee (NRCC) eine gegen Harvie, einen Bezirksrat im Bucks County, gerichtete Kampagnen-Website namens Democrat Facts frei. Dort stehen Fotos von Harvie mit Regenbogenfahnen bei Pride-Märschen zum Herunterladen bereit, ergänzt durch Videolinks mit Vorwürfen, er habe Gelder aus Entschädigungsfonds zur Opioidkrise für Aktivitäten für transgeschlechtliche Jugendliche zweckentfremdet.

Der demokratische Kandidat Bob Harvie kritisierte die widersprüchliche Haltung der Republikaner scharf und forderte Fitzpatrick auf, die Methoden seiner Partei öffentlich zu verurteilen und die Abschaltung der Website zu verlangen. Fitzpatrick könne sich nicht als unabhängiger Fürsprecher der LGBTQ+-Gemeinschaft inszenieren, während seine Parteifreunde Pride-Symbole als Waffe im Wahlkampf nutzten und gefährdete Gruppen ins Visier nähmen. Weder Brian Fitzpatrick noch das NRCC oder die Leitung des American Unity Fund reagierten auf journalistische Anfragen zu den Vorgängen.

Fitzpatrick, der Vororte von Philadelphia vertritt und Ko-Vorsitzender des parteiübergreifenden Problem Solvers Caucus ist, gilt als einer der gemäßigtesten Republikaner im US-Repräsentantenhaus. In gesellschaftspolitischen Fragen wich er wiederholt von der Parteilinie ab: Er gehörte zu den Mitinitiatoren des bundesweiten Gleichstellungsgesetzes (Equality Act), stimmte für das Gesetz zur Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen (Respect for Marriage Act) und votierte 2025 gegen einen Gesetzesantrag der Republikaner, der medizinische Behandlungen zur Geschlechtsangleichung bei Minderjährigen unter Strafe gestellt hätte. Die ihn unterstützende Organisation American Unity Fund setzt sich zwar für die Rechte erwachsener LGBTQ+-Personen ein, vertritt jedoch bei transgeschlechtlichen Jugendlichen restriktive Positionen und beteiligte sich vor Gericht an Klagen gegen Verbote sogenannter Konversionstherapien.

Liz Bradbury, Geschäftsführerin der Interessengruppe Keystone Equality in Pennsylvania, bezeichnete Fitzpatrick als gemäßigten Politiker, der wiederholt für die Rechte von Minderheiten gestimmt habe, verwies jedoch auf die institutionellen Folgen: Wahlsiege zentristischer Republikaner in Wechselwählerbezirken sichern der Republikanischen Partei die parlamentarische Mehrheit im Repräsentantenhaus unter Führung des konservativen Sprechers Mike Johnson.

Die Auseinandersetzungen um LGBTQ+-Themen prägen den Wahlkampf vor den US-Halbzeitwahlen 2026 maßgeblich. Zuvor hatte die Redaktion von Urania darüber berichtet, dass der demokratische Abgeordnete Don Davis in North Carolina mit einem Werbespot für den Ausschluss von trans Frauen aus dem Frauensport warb, beleuchtete die Kritik von Aktivisten an Bürgerrechtsgruppen wegen der Unterstützung konservativ abstimmender Demokraten und analysierte den Schritt der Vereinigung Log Cabin Republicans, Transgender-Themen aus ihrem Grundsatzprogramm zu streichen.

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