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In Québec erzielt die Konservative Partei unter dem offen schwulen Politiker Éric Duhaime rekordverdächtige 20,7 % der Stimmen

Der Parteivorsitzende der Konservativen Partei von Québec, Éric Duhaime
Der Parteivorsitzende der Konservativen Partei von Québec, Éric Duhaime

Am Montag, dem 5. Oktober 2026, erzielte die Konservative Partei von Québec (Parti conservateur du Québec, PCQ) bei den 44. Provinzwahlen in der kanadischen Provinz Québec einen historischen Durchbruch: Angeführt von dem 57-jährigen, offen schwulen Politiker Éric Duhaime zog die Partei mit 19 Mandaten erstmals in die Nationalversammlung von Québec ein. Mit einem Stimmenanteil von 20,7 % übersprangen die Konservativen die gesetzliche Schwelle (mindestens 12 Sitze oder 20 % der Stimmen), die für den Status einer offiziell anerkannten parlamentarischen Fraktion erforderlich ist. Duhaime selbst errang bei seinem dritten Versuch ein Direktmandat im Wahlkreis Bellechasse mit 63,8 % der Stimmen.

Wie der kanadische öffentlich-rechtliche Sender Radio-Canada berichtet, war der Erfolg der Konservativen das dominierende Thema des Wahlabends, der vom Absturz der regierenden Coalition Avenir Québec (CAQ) geprägt war. Die separatistische Parti Québécois (PQ) stellt künftig mit rund 28 % der Stimmen eine Minderheitsregierung, gefolgt von der Liberalen Partei von Québec (PLQ) mit etwa 25 %. Duhaimes Konservative feierten einen Erdrutschsieg in den zentralen und östlichen Landesteilen: Sie gewannen sämtliche Wahlkreise in der Verwaltungsregion Chaudière-Appalaches sowie die überwiegende Mehrheit der Mandate im Großraum Québec-Stadt (Capitale-Nationale) und der traditionell bürgerlichen Region Beauce.

Vor Anhängern im Kongresszentrum von Lévis erklärte Duhaime: „Heute Abend wird die Hoffnung in Québec neu geboren! Die Konservativen betreten die Nationalversammlung durch das Hauptportal.“ Er unterstrich, dass das Wahlergebnis kein Zufall sei, sondern den tief sitzenden Wunsch der Bevölkerung nach Steuersenkungen, Deregulierung und dem Abbau von Staatsbürokratie widerspiegle. Als erster offen homosexueller Vorsitzender einer konservativen Partei in der Geschichte Kanadas verfolgte Duhaime eine klare Linie: Er bekräftigte die Unantastbarkeit der vollen bürgerlichen Gleichstellung von Schwulen und Lesben (einschließlich Ehe und Adoption), wandte sich jedoch scharf gegen linke Gender-Theorien an Grundschulen und plädierte für Elternrechte sowie ein Verbot geschlechtsangleichender Operationen bei Minderjährigen.

Éric Duhaime erlangte in Québec zunächst als Radiomoderator, politischer Berater und libertärer Autor Bekanntheit. 2017 outete er sich in seinem Buch „La fin de l’homosexualité et le dernier gay“, in dem er darlegte, dass der Kampf um die rechtliche Gleichberechtigung Homosexueller in Québec gewonnen sei, und vor einer institutionalisierten Opferrolle warnte. Seit seiner Wahl zum Parteichef im April 2021 formte er die zuvor außerparlamentarische PCQ binnen fünf Jahren zur drittstärksten politischen Kraft der Provinz.

Zuvor berichtete Urania ausführlich darüber, wie der offen schwule Politiker Éric Duhaime die Konservative Partei von Québec in die Provinzwahl führte, und thematisierte die Auseinandersetzungen um den SOGI-Lehrplan bei den Wahlen in British Columbia.

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