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Trans-Frau im US-Bundesstaat Washington wegen Beihilfe zu tödlichem Amoklauf an kanadischer Schule festgenommen

Eine Frau trauert an einer provisorischen Gedenkstätte für die Opfer des tödlichen Amoklaufs vom 10. Februar an der Tumbler Ridge Secondary School in der Stadt Tumbler Ridge in British Columbia, Kanada, am 13. Februar 2026. Foto: Paige Taylor White / AFP via Getty Images
Eine Frau trauert an einer provisorischen Gedenkstätte für die Opfer des tödlichen Amoklaufs vom 10. Februar an der Tumbler Ridge Secondary School in der Stadt Tumbler Ridge in British Columbia, Kanada, am 13. Februar 2026. Foto: Paige Taylor White / AFP via Getty Images

Am Dienstag, den 6. Oktober 2026, nahmen US-Bundesbehörden in Bellingham im Bundesstaat Washington die 30-jährige James Cody Bryant fest, die sich unter dem Namen Melody als Trans-Frau identifiziert. Die US-Bundesstaatsanwaltschaft für den westlichen Bezirk von Washington klagte sie wegen Verschwörung zur Ermordung von Personen im Ausland an. Den Ermittlungen zufolge soll Bryant der 18-jährigen kanadischen Schützin Jesse Van Rootselaar geholfen haben, die im Februar 2026 bei einem Amoklauf in der Provinz British Columbia acht Menschen tötete, bevor sie sich selbst das Leben nahm.

Wie das US-Medium Breitbart News unter Berufung auf das US-Justizministerium und das FBI berichtet, droht der Beschuldigten im Falle einer Verurteilung lebenslange Haft. Aus der 41-seitigen Anklageschrift geht hervor, dass sich Bryant und Van Rootselaar vor rund drei Jahren auf der Chatplattform Omegle kennengelernt hatten und ab August 2025 über Discord täglich in Kontakt standen, um den Angriff zu koordinieren. Die Ermittler werfen Bryant vor, taktische Ratschläge zur Erhöhung der Opferzahl und zur Auswahl der Schusswaffen erteilt, Livestream-Tests durchgeführt und Geld für den Kauf eines Zünders für einen improvisierten Sprengsatz überwiesen zu haben.

Der Amoklauf ereignete sich am 10. Februar 2026 in der Bergbaustadt Tumbler Ridge im Nordosten von British Columbia. Van Rootselaar erschoss in ihrem Wohnhaus zunächst ihre Mutter und ihren elfjährigen Halbbruder, fuhr anschließend zur Tumbler Ridge Secondary School und tötete dort fünf Schüler im Alter von 12 und 13 Jahren sowie eine pädagogische Mitarbeiterin, verletzte zwei weitere Kinder und erschoss sich schließlich selbst. Laut Anklage half Bryant der Schützin nach den ersten Morden per Textnachricht dabei, ihr liegengebliebenes Auto wieder zu starten, um die Schule zu erreichen, und bestätigte kurz vor Beginn der Schüsse, den Twitch-Livestream zu verfolgen, der nach rund 20 Sekunden abbrach.

FBI-Sonderagent W. Mike Herrington und der amtierende Bundesstaatsanwalt Charles Neil Floyd betonten vor Medienvertretern, Bryant habe über alle Informationen verfügt, um die Behörden zu alarmieren und Menschenleben zu retten, habe sich jedoch bewusst für die Unterstützung der Täterin entschieden, um deren Bekanntheit zu steigern. Die US-Ermittler und die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) stellten klar, dass sich zwar beide Beteiligten als Trans-Frauen identifizierten, es jedoch keinerlei Hinweise darauf gebe, dass die Geschlechtsidentität das Tatmotiv war oder eine gemeinsame Ideologie vorlag. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.

Die kleine Gemeinde Tumbler Ridge mit rund zweitausend Einwohnern in den Ausläufern der kanadischen Rocky Mountains erlebte im Februar 2026 eine der opferreichsten Schusswaffentragödien an Schulen in der Geschichte des Landes.

Sicherheitsfragen und gesellschaftliche Debatten über die Rechte von Trans-Personen stehen in Nordamerika häufig im Blickpunkt. Zuvor hatte Urania über die politischen Auseinandersetzungen um den inklusiven Lehrplan SOGI in British Columbia sowie über Rechtsstreitigkeiten um die Unterbringung von Trans-Frauen in kanadischen Frauengefängnissen berichtet.

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