US-Organisation CWA meldet fast 2.300 Siege von Transgender-Frauen im US-Frauensport
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Am 22. September 2026 veröffentlichte die US-Organisation Concerned Women for America Legislative Action Committee (CWALAC) in Washington eine aktualisierte Erhebung, der zufolge Transgender-Frauen seit Mitte der 1980er Jahre 2.293 Erstplatzierungen und Goldmedaillen in Frauenkategorien im US-Sport errungen haben. Laut einer Pressemitteilung von Concerned Women for America traten Trans-Athletinnen in diesem Zeitraum bei mehr als 14.300 Frauenwettbewerben verschiedener Leistungsstufen an, wobei die ausgeschütteten Preisgelder im Profisport 500.000 US-Dollar überstiegen.
Die Publikation fiel zeitlich mit einer Anhörung des Justizausschusses des US-Senats am 23. September zusammen, die unter dem Titel „Für Frauen im Sport: Sicherung von Chancen, Fairness und Schutz für Athletinnen“ stattfand. Penny Nance, Präsidentin und Geschäftsführerin der CWA, forderte den US-Kongress auf, drei Bundesgesetze zu verabschieden. Diese sehen unter anderem den Ausschluss biologischer Männer aus Frauenwettbewerben an staatlich geförderten Bildungseinrichtungen und die Verankerung einer rein biologischen Geschlechtsdefinition in Title IX vor. Befürworter der Regelungen argumentieren, dass physiologische Vorteile männlicher Entwicklung auch nach Hormonbehandlungen fortbestehen und biologischen Frauen Medaillen, Sportstipendien sowie berufliche Entwicklungsmöglichkeiten vorenthalten. Vor dem Senatsausschuss sprachen sich auch Vertreterinnen des Independent Council on Women’s Sports (ICONS) für Verbote aus, während die Mehrheit der demokratischen Senatoren der Sitzung fernblieb oder den Raum kurz nach Eröffnung verließ.
Die von der Organisation präsentierten Zahlen stützen sich auf die ehrenamtlich gepflegte Website HeCheated.org (eine Weiterentwicklung des Projekts SheWon.org), die Teilnahmen von Trans-Sportlerinnen im US-Sport erfasst. Dem CWA-Bericht zufolge stiegen die erfassten Siege gegenüber einer Erhebung vom Juli 2025 mit damals rund 2.000 Fällen an; allein auf den Bundesstaat Kalifornien entfielen über 611 zweite Plätze hinter Trans-Frauen. Faktenchecker und LGBTQ+-Vertreter kritisieren jedoch die Zählweise dieser Verzeichnisse. Die Datenbank führt neben nationalen College-Meisterschaften auch unregulierte Breitensportveranstaltungen, Discgolf-Wettkämpfe, Läufe mit nur einer einzigen Teilnehmerin in der Wertungsklasse („Erster von einem“) und Leistungen von Personen mit Unterschieden der Geschlechtsentwicklung (DSD) auf. Kritiker betonen, dass das unkritische Zusammenrechnen solch disparater Freizeitereignisse über vier Jahrzehnte hinweg ein verzerrtes Bild über das tatsächliche Ausmaß von Transgender-Athletinnen im Leistungssport vermittelt.
Concerned Women for America wurde 1979 von der christlich-konservativen Aktivistin Beverly LaHaye als Gegenbewegung zum liberalen Feminismus ins Leben gerufen. Heute versteht sich die CWA als mitgliederstärkste konservative Frauenorganisation der USA, die bundesweit Hunderttausende Anhänger mobilisiert und für traditionelle Familienstrukturen, den Schutz ungeborenen Lebens und gesetzliche Abgrenzungen nach dem biologischen Geschlecht eintritt.
Zuvor hatte „Uránia“ darüber berichtet, dass der demokratische Kandidat für das Gouverneursamt in Iowa, Rob Sand, auf entschiedene Kritik seiner Parteibasis stieß , nachdem er sich öffentlich für Einschränkungen gegen Trans-Frauen im Frauensport ausgesprochen hatte.


