Spanische Stadt Elche feiert jährlichen LGBT-Pride unter Beteiligung christlicher Aktivisten
Vom 9. bis 13. September 2026 fand in der spanischen Stadt Elche (Provinz Alicante) der jährliche LGBT-Pride statt, der mit einem festlichen Umzug durch die Innenstadt endete. An den Feierlichkeiten nahmen auch Vertreter der christlichen Organisation CRISMHOM aus Madrid teil, die in einem Bericht besonders die Führungsrolle von Frauen bei der Organisation hervorhoben.
Wie der Frauenbereich der Organisation CRISMHOM mitteilte, stand der Elche-Pride 2026 unter dem Motto „Gegen euren Hass, unser Stolz“ („Ante tu odio, nuestro orgullo“). Getragen wurde die Veranstaltung von den lokalen Bürgerrechtsgruppen Temis und DIMOVE. Zum Programm gehörten gesellschaftliche Diskussionsrunden, kulturelle Begegnungen und ein politischer Runder Tisch. Die zentrale Kundgebung am Samstag brachte Hunderte Menschen zusammen, die für Gleichberechtigung, Vielfalt und ein Leben ohne Diskriminierung demonstrierten.
Während die meisten spanischen Städte den Pride im Juni begehen, findet die Festwoche in Elche traditionell im September statt. In der Kommunalpolitik sorgte die städtische Unterstützung für queere Veranstaltungen wiederholt für Debatten im Stadtrat zwischen der Mitte-Rechts-Partei PP und der rechtskonservativen Vox. Lokale Initiativen betonen derweil die Bedeutung von Sichtbarkeit und zivilgesellschaftlichem Engagement auch außerhalb der großen Metropolen.
CRISMHOM (Comunidad Cristiana de Lesbianas, Gays, Transexuales y Bisexuales de Madrid) ist eine 2006 in Madrid gegründete ökumenische christliche LGBT-Vereinigung. Die Vereine DIMOVE und Temis sind führende lokale Organisationen in Elche, die sich für Vielfalt, Bildungsarbeit und Bürgerrechte einsetzen.
Zuvor hatte CRISMHOM Vorschläge für den Vatikan zur Begleitung von Familien ausgearbeitet, und im Juli 2026 waren Vertreter der Gruppe zu einer offiziellen Begegnung mit Papst Leo XIV. während seiner Spanienreise eingeladen worden.


