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Kampagne für die Ehe für alle gewinnt in Mauritius nach Bericht der Menschenrechtskommission an Dynamik

Port Louis, die Hauptstadt von Mauritius (Foto: [Thierry](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Port_Louis_Skyline.JPG) / Wikimedia Commons)
Port Louis, die Hauptstadt von Mauritius (Foto: [Thierry](https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Port_Louis_Skyline.JPG) / Wikimedia Commons)

Eine Kampagne zur Legalisierung der Zivilehe für gleichgeschlechtliche Paare gewinnt in Mauritius, einem Inselstaat in Ostafrika, an Dynamik. Im Juli 2026 veröffentlichte die Nationale Menschenrechtskommission (NHRC) ein Positionspapier, in dem es heißt, dass die Weigerung, solche Verbindungen zu registrieren, als Diskriminierung angesehen werden könnte und es in den Gesetzen des Landes kein ausdrückliches Verbot dafür gibt.

Die Kampagne, die im Mai von der LGBT-Rechtsorganisation OUT Moris gestartet wurde, konzentriert sich ausschließlich auf Zivilehen und bezieht keine religiösen Institutionen mit ein. Der Bericht der Kommission wurde durch Beschwerden von zwei gleichgeschlechtlichen Paaren veranlasst, denen die Behörden zuvor die Registrierung der Ehe verweigert hatten. Als Reaktion darauf startete die Organisation auch eine Petition zur Unterstützung der rechtlichen Anerkennung von LGBT-Paaren.

Die Initiative hat Unterstützung von der in Großbritannien ansässigen Peter Tatchell Foundation erhalten. Der geschäftsführende Direktor der Stiftung, der auf Mauritius geborene Pliny Soocoormanee, der letztes Jahr im Vereinigten Königreich eine Lebenspartnerschaft mit seinem Partner eingegangen ist, forderte die Regierung auf, in einen konstruktiven Dialog mit der Zivilgesellschaft zu treten. „Wir fordern keine religiösen Institutionen auf, gleichgeschlechtliche Hochzeiten durchzuführen oder ihre Überzeugungen zu ändern. Wir fordern den Staat auf, seine Bürger gleich zu behandeln“, wurde er von MambaOnline zitiert.

Mauritius entwickelt sich allmählich zu einem der afrikanischen Länder, in denen die Rechte von LGBT-Personen auf staatlicher Ebene geschützt werden. Im Oktober 2023 erklärte der Oberste Gerichtshof des Landes ein Gesetz aus der Kolonialzeit für verfassungswidrig, das homosexuelle Beziehungen mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestrafte. Dennoch hat auf dem gesamten afrikanischen Kontinent nur Südafrika die gleichgeschlechtliche Ehe vollständig legalisiert. Urania berichtete zuvor, dass Kap Verde im Juli 2026 den ersten Platz unter den Ländern der Region im Gleichstellungsindex belegte und damit vor Mauritius lag.

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