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Neue US-Zölle treffen kanadische LGBT-Unternehmen schwer

Pride Parade in Vancouver, Kanada
Pride Parade in Vancouver, Kanada

Im September 2026 sahen sich kanadische LGBT-Unternehmer nach den neuen Einfuhrzöllen der USA mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. Erhöhte Abgaben und Vergeltungsmaßnahmen seitens Kanada haben den grenzüberschreitenden Handel für viele kleine Unternehmen praktisch unmöglich gemacht.

Ende August führte US-Präsident Donald Trump neue Zölle auf eine Reihe kanadischer Waren ein, die für einige Produktkategorien bis zu 50 % betragen. Als Reaktion darauf verhängte Kanada gegenseitige Zölle auf amerikanische Waren im Gesamtwert von rund 30 Milliarden Dollar. Laut Xtra Magazine hat dies viele kanadische Unternehmer gezwungen, die Versandkosten drastisch zu erhöhen oder Kunden in den USA überhaupt nicht mehr zu bedienen.

Eine Umfrage der Canadian Queer Chamber of Commerce (CQCC) ergab, dass fast 90 % der Befragten moderate oder schwere finanzielle Auswirkungen des Handelskrieges erwarten. Etwa 70 % der Befragten halten den amerikanischen Markt für entscheidend für ihr Geschäft. In Kanada gibt es über 120.000 Unternehmen in LGBT-Besitz, die jährlich rund 86 Milliarden Dollar Umsatz generieren und etwa eine halbe Million Menschen beschäftigen. Die Mehrheit sind kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern, was sie besonders anfällig für plötzliche Sprünge bei den Betriebskosten macht.

Vertreter der CQCC weisen jedoch darauf hin, dass die aktuelle Situation als Anreiz dienen könnte, neue Märkte zu erschließen. Die Organisation plant Handelsmissionen nach London, Madrid, Mexiko-Stadt, Amsterdam und Tokio, um kanadischen Unternehmern zu helfen, neue Partner außerhalb der USA zu finden.

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