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Moskauer Gericht verurteilt Booking.com zu 6 Millionen Rubel Strafe wegen Newsletter über LGBT-Touristen

Booking.com-Hauptsitz / Foto: Khaledattalla / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0
Booking.com-Hauptsitz / Foto: Khaledattalla / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

Am 8. September 2026 verurteilte das Taganski-Bezirksgericht in Moskau den internationalen Unterkunftsvermittler Booking.com zu einer Geldstrafe von 6 Millionen Rubel. Das Unternehmen wurde der „Propaganda nicht-traditioneller sexueller Beziehungen“ und der Nichtlöschung verbotener Informationen für schuldig befunden.

Anlass für das Verfahren war ein Informations-Newsletter, der an ausländische Partnerhotels gesendet wurde. Dieser enthielt Empfehlungen zur Unterbringung von LGBT-Touristen während der Veranstaltungen zum Pride Month. Laut Gerichtsakten kostete jedes der beiden Protokolle den Dienst 3 Millionen Rubel.

Vertreter von Roskomnadsor entdeckten das Material im März und forderten dessen Entfernung. Vor Gericht erklärte die Verteidigung von Booking.com, die umstrittene Seite sei bereits am 11. März gelöscht worden; dennoch fällte das Gericht ein Schuldurteil wegen Nichtlöschung der Inhalte.

Booking.com hat seinen Betrieb in Russland im März 2022 eingestellt. Das Gesetz zum Verbot der „LGBT-Propaganda“ unter Minderjährigen ist in Russland seit 2013 in Kraft und wurde 2022 auf Menschen jeden Alters ausgeweitet. Später stufte der Oberste Gerichtshof der Russischen Föderation die nicht existierende „internationale LGBT-Bewegung“ als extremistische Organisation ein und verbot ihre Aktivitäten im Land.

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