Rekordwert: 12 % der erwachsenen US-Bevölkerung identifizieren sich als LGBTQ+
Nach neuen Schätzungen der Human Rights Campaign Foundation (HRCF) identifizieren sich rekordverdächtige 12 % der erwachsenen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten – etwa 25,6 Millionen Menschen – als LGBTQ+. Die Analyse basiert auf mehr als 2,4 Millionen Antworten auf den Household Pulse Survey der US-Volkszählungsbehörde, die zwischen 2021 und 2024 gesammelt wurden.
Laut der Studie übersteigt der LGBTQ+-Anteil in 40 der 50 Bundesstaaten sowie im District of Columbia 10 %. Mehr als die Hälfte (53,8 %) der Gemeinschaft sind Menschen im Alter von 18 bis 34 Jahren. Die größte Gruppe sind bisexuelle Menschen, die mehr als 7 % aller US-Erwachsenen ausmachen. Demografisch gesehen stellen hispanische Bürger 18 % der LGBTQ+-Bevölkerung, während schwarze Bürger etwa 9 % ausmachen.
Die neue Schätzung von 12 % ist höher als frühere Gallup-Daten, laut denen 9 % der US-Erwachsenen LGBTQ+ sind. Forscher führen diesen Unterschied auf die Methodik zurück: Der Household Pulse Survey wird online und selbstverwaltet durchgeführt, während Gallup Telefoninterviews nutzt, was die Bereitschaft der Befragten zur Preisgabe persönlicher Informationen beeinflussen kann. Die HRCF wies auch auf die Bedeutung dieser Daten hin, da die Regierung des US-Präsidenten Donald Trump zuvor Fragen zur sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität aus rund 360 bundesstaatlichen Datenerhebungen gestrichen hatte.


