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35 LGBTQ-Personen in Honduras seit Jahresbeginn ermordet

Von Januar bis August 2026 wurden in Honduras 35 LGBTQ-Personen ermordet, und weitere 195 waren verschiedenen Formen von Gewalt ausgesetzt. Dies geht aus einem neuen Bericht des Observatoriums für Gewalt gegen LGBTI+-Personen in Honduras (KAI+) hervor.

Nach Angaben von Menschenrechtsverteidigern befinden sich unter den Opfern 11 Transgender-Frauen, 10 schwule Männer, eine Lesbe, ein bisexueller Mann und ein Transgender-Mann. Die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität von 11 weiteren Opfern bleibt ungeklärt. Die höchste Anzahl an Morden wurde in den Departements Francisco Morazán, Cortés und Comayagua verzeichnet.

Zusätzlich zu den Morden dokumentierte das Observatorium 195 Fälle von Gewalt, darunter Drohungen, häusliche Gewalt, Amtsmissbrauch durch die Polizei, Diskriminierung und sexuelle Übergriffe. Transgender-Frauen waren die am stärksten gefährdete Gruppe und machten 32 dieser Vorfälle aus. Darüber hinaus fehlt bei etwa 70 % der Gewaltfälle eine angemessene Kategorisierung durch staatliche Behörden, was laut den Autoren des Berichts auf das Fehlen angemessener Untersuchungsprotokolle hinweist.

Das Ausmaß der Straflosigkeit bleibt extrem hoch: Alle 35 Mordfälle befinden sich im Stadium der Voruntersuchung, wobei bisher nur zwei Festnahmen erfolgten. Aufgrund anhaltender Bedrohungen für ihr Leben und ihre Sicherheit waren 11 LGBTQ-Personen gezwungen, aus dem Land zu fliehen und im Ausland Asyl zu suchen, hauptsächlich in den Vereinigten Staaten und Spanien.

Lokale Menschenrechtsaktivisten fordern die honduranische Regierung auf, dringende Maßnahmen zum Schutz von LGBTQ-Personen zu ergreifen, einschließlich der Umsetzung umfassender öffentlicher Richtlinien, der Schulung von Beamten und der effektiven Untersuchung von Hassverbrechen.

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