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HRC schätzt Anteil der LGBTQ+-Erwachsenen in den USA auf rekordhohe 12 Prozent

Die Human Rights Campaign Foundation (HRC) hat am 20. August eine neue Schätzung zur LGBTQ+-Bevölkerung in den Vereinigten Staaten veröffentlicht: 12,03 Prozent der erwachsenen US-Amerikaner, rund 25,6 Millionen Menschen. Laut HRC ist dies der höchste von der Organisation ermittelte Wert.

Die Berechnung beruht auf 37 Befragungswellen des Household Pulse Survey des US Census Bureau aus den Jahren 2021 bis 2024. Die Forschenden bündelten zunächst rund 2,45 Millionen Antworten und wandten statistische Gewichtungen an. Die Zahl ist daher eine Durchschnittsschätzung für diesen Zeitraum und keine eigenständige Messung aus dem Jahr 2026. HRC ordnete Befragte als LGBTQ+ ein, wenn sie sich als lesbisch, schwul, bisexuell, transgender oder gender-expansiv bezeichneten.

Die detaillierten Ergebnisse von HRC zeigen, dass etwa 54 Prozent der LGBTQ+-Erwachsenen jünger als 35 Jahre sind. Fast 32 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 22 Prozent der 25- bis 34-Jährigen identifizierten sich als LGBTQ+. In 40 Bundesstaaten und im District of Columbia liegt der Anteil über zehn Prozent. Rund 65 Prozent der LGBTQ+-Befragten bezeichneten sich als bisexuell oder verwendeten eine verwandte Bezeichnung, 30 Prozent als schwul oder lesbisch.

Das Ergebnis unterscheidet sich von der Gallup-Schätzung : In telefonischen Befragungen aus dem Jahr 2025 bezeichneten sich neun Prozent der erwachsenen US-Amerikaner als LGBTQ+. Gallup befragte mehr als 13.000 Menschen, während der von HRC verwendete Bundesfragebogen selbstständig ausgefüllt wurde. HRC zufolge könnte das privatere Format die Bereitschaft erhöht haben, Angaben zu sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität zu machen. Der Abstand zwischen zwölf und neun Prozent kann daher methodisch bedingt sein und belegt keinen sprunghaften Anstieg innerhalb eines Jahres.

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