US-LGBT-Organisation Log Cabin Republicans streicht Einsatz für Trans-Rechte aus ihrer Mission
Die konservative US-Organisation Log Cabin Republicans, die LGB-Republikaner und ihre Verbündeten vertritt, gab am 20. August 2026 bekannt, dass die Interessenvertretung für Transgender-Rechte nicht länger Teil ihrer landesweiten Arbeit sein werde. Der Vorstand beschloss, sich auf Fragen der sexuellen Orientierung und konservative Grundsätze zu konzentrieren; die Gruppe bezeichnet sich nun als „LGB-Interessenvertretung“.
Präsident Ross Hemminger schrieb in einem Gastbeitrag für Townhall , die Entscheidung sei nach ausführlichen Gesprächen mit den Mitgliedern gefallen. 2015 hatte der Vorstand die Vertretung von Transgender-Anliegen in die Mission der Log Cabin Republicans aufgenommen, ausgehend vom Grundsatz, dass Erwachsene frei von staatlicher Einmischung sein sollten. Am 22. August berichtete auch Breitbart über die Änderung .
Hemminger begründete den Kurswechsel mit Meinungsverschiedenheiten über die Prioritäten der Transgender-Bewegung, insbesondere bei der medizinischen Versorgung Minderjähriger und der Teilnahme von Transgender-Frauen und -Mädchen am Frauensport. Er brachte diese Agenda zudem mit einer sinkenden öffentlichen Unterstützung für die gleichgeschlechtliche Ehe und die Rechte von Schwulen und Lesben in Verbindung. Der Beitrag enthält keine Daten, die einen solchen Kausalzusammenhang belegen.
Mit der neuen Ausrichtung will sich Log Cabin Republicans auf die gleichgeschlechtliche Ehe, Adoption, den offenen Militärdienst, Gleichbehandlung und den Schutz der Religionsfreiheit konzentrieren. Die Mitgliedschaft steht weiterhin allen Konservativen offen, auch Transgender-Personen; die Ortsverbände können entsprechend den Bedürfnissen ihrer Mitglieder handeln. Auf ihrer Website beschreibt sich die Gruppe bereits als Organisation für LGB-Konservative und ihre Verbündeten.
Die Entscheidung stieß innerhalb und außerhalb der Organisation auf Kritik. Wie CNN berichtet , zeigte sich die frühere Vorständin des Log Cabin Institute, Sarah Hunt, enttäuscht über die Abkehr vom bisherigen breiten Bündnisansatz. Delphine Luneau, Sprecherin der Human Rights Campaign, erklärte, die Freiheiten der verschiedenen Teile der LGBT-Gemeinschaft seien miteinander verbunden; sie gegeneinander auszuspielen werde die übrigen Gruppen nicht schützen.


