Katholischer Erzbischof von Tokio unterstützt neuen Regierungsplan zum Schutz von LGBT-Personen in Japan
Der katholische Erzbischof von Tokio, Kardinal Isao Kikuchi, begrüßte die Entscheidung der japanischen Regierung, das öffentliche Verständnis für sexuelle Minderheiten zu fördern. Die neuen staatlichen Richtlinien befassen sich mit dem Umgang mit LGBT-Personen in nationalen und lokalen Behörden sowie in Schulen und Unternehmen.
In einem von New Ways Ministry zitierten Interview mit UCA News bezeichnete Kardinal Kikuchi die neuen Initiativen als “bedeutungsvoll”. Ihm zufolge ist eine integrative Gemeinschaft der erste Schritt zur Verwirklichung jener Welt, zu deren Aufbau Gott aufruft.
Diese Empfehlungen, die Anfang des Sommers verabschiedet wurden, basieren auf dem Gesetz zur Förderung des Verständnisses von LGBT-Personen aus dem Jahr 2023. Die Initiative der Behörden wurde auch von Vertretern der buddhistischen Geistlichkeit unterstützt, die auf die Bedeutung des Respekts vor Menschen unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität und sexuellen Orientierung hinwiesen.
Japan ist nach wie vor das einzige G7-Land, das gleichgeschlechtliche Ehen auf nationaler Ebene nicht anerkennt und lediglich lokale Partnerschaftszertifikate anbietet. Die lokale Menschenrechtsgruppe Japan Alliance for LGBT Legislation (J-ALL) begrüßte die Schritte der Regierung, äußerte jedoch ihr Bedauern darüber, dass die Umsetzung des Gesetzes drei Jahre gedauert habe. Die Aktivisten stellten zudem fest, dass sich die neuen Maßnahmen hauptsächlich auf Aufklärung und Beratungsdienste konzentrieren, ohne konkrete rechtliche Garantien wie die Ehe für alle oder den Schutz vor Diskriminierung zu behandeln.


