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Mexikanischer Bischof erklärt auf LGBT-Konferenz, Homosexualität sei keine Sünde

In der mexikanischen Stadt Torreón fand das vierte nationale Treffen des Red Católica Arcoíris México (Katholisches Regenbogen-Netzwerk Mexiko) statt, das LGBT-Gläubige vereint. Bei der Veranstaltung, an der rund 100 Personen teilnahmen, erklärte Raúl Vera López, ehemaliger Bischof von Saltillo, dass Homosexualität keine Sünde sei und die Kirche ohne die Teilnahme von LGBT-Personen nicht als vollständig angesehen werden könne.

Die Konferenz fand vom 30. Juli bis 2. August 2026 statt. Während der Eröffnungsmesse in der Kathedrale von Torreón, die vom örtlichen Bischof Luis Martín Barraza Beltrán geleitet wurde, wandte sich Vera López mit einer Predigt an die Teilnehmer. Laut einem Bericht von Vanguardia betonte er, dass Homosexualität „weder eine Krankheit noch eine Perversion ist, sondern ein fester Bestandteil der menschlichen Natur, der verstanden und respektiert werden muss“.

Dem Geistlichen zufolge ist die Kirche verpflichtet, LGBT-Menschen aufzunehmen und ihnen die volle Teilnahme am Gemeinschaftsleben zu garantieren. Er wies darauf hin, dass Gläubige mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen das Recht haben, nicht nur aktiv am Gemeindeleben teilzunehmen, sondern auch Verantwortung als religiöse Führungspersönlichkeiten zu übernehmen. Der Bischof fügte hinzu, dass die Akzeptanz der LGBT-Gemeinschaft eine moralische und spirituelle Verantwortung der Katholiken sei, kein Akt der Herablassung.

Am zweiten Tag der Konferenz feierte Bischof Jorge Estrada aus der Diözese Gómez Palacio in seiner Kathedrale eine Messe für die Teilnehmer.

Nachdem Vera López’ Worte Kritik von konservativen Kommentatoren hervorgerufen hatten, veröffentlichte der Bischof eine Antwort auf seiner Facebook-Seite. Er dankte seinen Anhängern für ihre Unterstützung und bekräftigte seine Position. Der Geistliche erklärte, dass diejenigen, die Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung verurteilen, eine Erneuerung ihres Verständnisses des Evangeliums benötigen, und schloss seine Botschaft mit den Worten: „Ohne euch ist die Kirche unvollständig. Ihr seid unsere Familie; lasst uns auf diesem Weg mit dem Herrn Jesus nicht allein.“

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