Russischer Femboy-Politiker Daniil Neonow nach Entlassung aus dem Gefängnis erneut festgenommen
Daniil Neonow, ein russischer Kandidat für das Amt des Kommunalabgeordneten im Moskauer Bezirk Schtschukino, der sich als Femboy identifiziert, wurde am 7. August 2026 in Moskau unmittelbar nach seiner Freilassung erneut festgenommen. Der Politiker verließ gerade das spezielle Internierungslager, in dem er eine zehntägige Verwaltungshaft wegen Zurschaustellung „extremistischer“ Symbole verbüßt hatte — die Veröffentlichung eines Fotos in einem T-Shirt mit Regenbogenaufdruck.
Wie die Publikation RusNews berichtet, warteten am Ausgang der Einrichtung bereits ein Polizeiauto und ein Zivilfahrzeug mit fünf mit Sturmhauben vermummten Beamten auf den Politiker. Sie nahmen Neonow augenblicklich fest. Die Gründe für die erneute Festnahme und der aktuelle Rechtsstatus des jungen Mannes sind derzeit unbekannt.
Ende Juli 2026 startete Daniil Neonow seinen Wahlkampf als unabhängiger Kandidat. Er erregte mit seinem unkonventionellen Image Aufmerksamkeit: Der Politiker sammelte Wählerunterschriften mit einer Maske und Katzenohren und bezeichnete sich selbst offen als Femboy. Am 28. Juli wurde er von der Polizei und Beamten des Zentrums zur Bekämpfung von Extremismus festgenommen. Ein Gericht verurteilte ihn später zu 10 Tagen Haft und entschied, dass der Regenbogenaufdruck auf seinem T-Shirt eine Demonstration der Symbole der „internationalen LGBT-Bewegung“ sei, die in Russland als extremistische Organisation eingestuft und verboten ist.


