UN-Bericht: LGBT-Personen und Frauen im kommunistischen Nicaragua politischer Repression ausgesetzt
Laut einem Bericht der UN -Expertengruppe für Menschenrechte in Nicaragua sind Frauen und Mitglieder der LGBT-Gemeinschaft politischer Repression durch die Regierung dieses kommunistischen Landes ausgesetzt.
Das Dokument stellt fest, dass die staatliche Repression, die nach den regierungsfeindlichen Protesten 2018 begann, den geschlechtsspezifischen Aspekt als Instrument der Kontrolle und des Drucks nutzt. Hunderte von Frauen, darunter Aktivistinnen, Journalistinnen sowie indigene und LGBT-Personen, waren Menschenrechtsverletzungen und politischer Verfolgung ausgesetzt.
UN-Experten geben an, dass viele Frauen aufgrund ihrer Teilnahme an Protesten gegen die Regierung zur Zielscheibe staatlicher Gewalt wurden. Sie waren willkürlichen Verhaftungen und physischer Gewalt ausgesetzt. Wie das Gruppenmitglied Reed Brody erklärte, ist die ideale Frau für die nicaraguanischen Behörden eine gehorsame Mutter, während diejenigen, die nicht in dieses Bild passen, als politische Gegner verfolgt werden.
Der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega und Vizepräsidentin Rosario Murillo werfen internationalen Organisationen Einmischung und ihren politischen Gegnern einen Putschversuch vor. Nichtregierungsorganisationen zufolge hat die Repression zu politischen Gefangenen und massiver Emigration von Oppositionellen geführt, denen die Staatsbürgerschaft entzogen wurde.
Schlagwörter