Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, kritisiert die Idee, LGBT-Aktivisten auf britischen Banknoten abzubilden

Die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, kommentierte mögliche Änderungen im Design der britischen Banknoten. In einem Beitrag des Radiosenders Sputnik bezeichnete sie die Initiative, Porträts von LGBT-Aktivisten auf Pfund Sterling abzubilden, als Zeichen der “absoluten Degradation” der westlichen Gesellschaft.

Laut Sacharowa spiegelt die Entscheidung, wer auf dem Geld abgebildet wird, die Werte eines Staates wider. Die Diplomatin erklärte, die westlichen Eliten seien dabei, die “Gesellschaft umzuprogrammieren” und den Fokus absichtlich auf Themen “unterhalb der Gürtellinie” zu verlagern, indem historische Figuren durch Vertreter von Minderheiten ersetzt würden. Dies berichtete das Medium Parni+ unter Berufung auf russische Medien.

Die Diskussion über die Aktualisierung des Designs britischer Banknoten findet im Vereinigten Königreich vor dem Hintergrund der Notwendigkeit statt, den Schutz der Geldscheine vor Fälschern zu verbessern. Die Idee, die Vielfalt der auf dem Geld abgebildeten Personen zu erweitern, wurde von der regierenden Labour-Regierung vorgeschlagen, was Kritik seitens der Opposition hervorrief. Die endgültige Entscheidung trifft jedoch die Bank of England, die eine unabhängige Institution ist und sich auf die Ergebnisse öffentlicher Konsultationen stützt.

Es ist erwähnenswert, dass LGBT-Personen bereits auf der nationalen Währung des Vereinigten Königreichs präsent sind: Der 50-Pfund-Schein zeigt Alan Turing, einen prominenten Mathematiker und schwulen Mann, der zu einer wichtigen historischen Figur und einem Symbol im Kampf gegen Konversionstherapien wurde.