Spanische katholische LGBT+-Organisation nimmt an einem Treffen mit Papst Leo XIV. teil

Im Juni 2026, während des Besuchs von Papst Leo XIV. in Spanien, lud die Erzdiözese Madrid Vertreter der lokalen katholischen LGBT+-Organisation CRISMHOM („Christen in Madrid, Homosexuelle“) zu einem Treffen mit dem Pontifex ein. Laut dem Portal New Ways Ministry ist dies das erste Mal, dass eine solche Gruppe eine direkte Einladung zu einer offiziellen päpstlichen Veranstaltung im Land erhält.
Das Treffen mit dem Titel „Netzwerke weben mit den Welten von Kultur, Kunst, Wirtschaft und Sport“ fand am 7. Juni statt. Es versammelte Künstler, Sportler, Wirtschaftsführer und Akademiker, um den Dialog zwischen der Kirche und der zeitgenössischen Gesellschaft zu diskutieren. Der Präsident von CRISMHOM, Ramón Legaspi Yrimia, erklärte gegenüber der Zeitung Articulo 14, dass die Einladung selbst ein wichtiges Signal sei. Ihm zufolge bedeutet dies, dass LGBT+-Personen Teil der Kirche sind, und ihre Präsenz zeugt von der Existenz einer vielfältigen Kirche.
Yrimia wies auch darauf hin, dass das Ziel von CRISMHOM darin besteht, Brücken zu bauen und Schmerz zu heilen. Mit Blick auf den Dialog mit dem Pontifex erinnerte er an die Worte von Papst Franziskus, dass in der Kirche Platz für „alle, alle, alle“ sei, und betonte die Bereitschaft der LGBT+-Gemeinschaft (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle), zu dienen und beim Aufbau der Kirche zu helfen.
Das Globale Netzwerk der Regenbogen-Katholiken (Global Network of Rainbow Catholics) bewertete das Ereignis als Zeichen des Fortschritts, obwohl LGBT+-Katholiken in einigen Diözesen und Gemeinden weiterhin mit Schwierigkeiten, Isolation und Diskriminierung konfrontiert sind.