Mitarbeiterin eines Schönheitssalons in Kiew wegen Protest auf LGBT-Marsch entlassen

In Kiew hat die Leitung des Schönheitssalons G×Kyiv den Vertrag mit ihrer Mitarbeiterin Yuliana Kaznodiy nach einem Vorfall auf dem KyivPride-Marsch gekündigt. In den sozialen Medien kursierte ein Video, das zeigt, wie die junge Frau, die auch Studentin der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew ist, auf eine Regenbogenfahne tritt.

Zunächst kündigte die Geschäftsführung eine interne Überprüfung an. Nach öffentlichen Appellen der Menschenrechtsorganisationen KyivPride und UkrainePride wurde jedoch die Entscheidung getroffen, die Mitarbeiterin mit sofortiger Wirkung zu entlassen. In einer offiziellen Erklärung wiesen die Vertreter des Salons darauf hin, dass das Konzept ihrer Marke auf dem „Recht jedes Einzelnen, er selbst zu sein“ beruhe. Die Handlungen der jungen Frau wurden als „inakzeptabel“ bezeichnet, da sie den Unternehmensgrundsätzen der Inklusivität widersprechen.

Yuliana selbst äußerte sich in ihren sozialen Netzwerken zu der Situation. Laut der Union der orthodoxen Journalisten erklärte sie, dass sich ihre Ansichten über die Institution der Familie „radikal“ von der Agenda der LGBT-Gemeinschaft unterscheiden. „Ich habe meine eigenen Überzeugungen, Werte und Lebenserfahrungen. Sie haben mich als Person geformt, und ich habe ein Recht darauf, genau wie jeder ein Recht auf seine eigenen Ansichten hat“, erklärte sie und entschuldigte sich gleichzeitig bei denjenigen, deren Gefühle durch ihre Tat verletzt worden sein könnten. Dennoch hat der Salon G×Kyiv die Zusammenarbeit mit ihr endgültig beendet.