Wie sich die Einstellung zu LGBT-Personen in Südafrika in 10 Jahren verändert hat

Wie MambaOnline berichtet, wurde in Südafrika der Bericht „Admission Reserved“ über die gesellschaftliche Einstellung zu LGBT-Personen veröffentlicht. Laut der Studie identifizieren sich etwa 2,39 Millionen Südafrikaner über 16 Jahre (5,3 % der Bevölkerung) als LGBT. Davon identifizieren sich 2,5 % als schwul, lesbisch oder bisexuell, 1,1 % als transgender oder nicht-binär und 2,7 % als intersexuell.

Die Untersuchung wurde von der Organisation The Other Foundation in Zusammenarbeit mit dem Human Sciences Research Council (HSRC) durchgeführt. Sie verfolgt die Veränderungen der öffentlichen Stimmung von 2015 bis 2025 und ist eine Fortsetzung des Berichts von 2016.

Die Daten zeigen eine Zunahme der Toleranz im Land. Die Unterstützung für die gleichgeschlechtliche Ehe stieg von 37 % auf 45 %. Der Anteil der Befragten, die gleichgeschlechtliche Beziehungen als „immer falsch“ ansehen, sank von 66 % auf 52 %. Gleichzeitig stimmen 60 % der Befragten zu, dass Schwule und Lesben die gleichen Rechte wie andere Bürger haben sollten.

Trotz des allgemeinen Trends ist das Maß an Akzeptanz von LGBT-Personen in Familien und traditionellen Kulturen mit etwa 50 % praktisch unverändert geblieben. Etwa die Hälfte der Befragten glaubt auch nicht, dass LGBT-Personen Gewalt oder Belästigung ausgesetzt sind.

Die Präsentation des Berichts fand in Johannesburg statt. Der Richter am Verfassungsgericht Südafrikas, Jody Kollapen, wies bei der Veranstaltung darauf hin, dass Gesetze allein nicht ausreichen, um Überzeugungen zu ändern, die durch jahrelange Sozialisation geprägt wurden.