Studenten einer türkischen Universität fordern die Wiederherstellung der Abteilung zur Prävention von Belästigung
Studenten und Vertreter der LGBT-Gemeinschaft an der Technischen Universität des Nahen Ostens (METU) in der Türkei setzen sich für die vollständige Wiederherstellung der Abteilung zur Prävention von sexueller Belästigung (CİTÖB) ein.
Die Einheit wurde 2016 nach massiven Studentenprotesten gegründet. Sie war für die Prüfung von Belästigungsfällen, die Durchführung von Schulungen und die Unterstützung von Opfern zuständig.
Derzeit hat die Universitätsverwaltung nach Angaben von Studenten und Dozenten der Abteilung das Budget und die Büroräume entzogen, was ihre Arbeit ineffektiv macht. Darüber hinaus fehlt CİTÖB die direkte Befugnis, Täter zu bestrafen — endgültige Entscheidungen werden von Disziplinarausschüssen unter dem Rektorat getroffen.
Studenten behaupten, dass die Universitätsleitung häufig eine Haltung einnimmt, bei der den Opfern die Schuld gegeben und die Täter geschützt werden. Als Reaktion darauf haben Aktivisten über 3.500 Unterschriften gesammelt und fordern eine Finanzierung für CİTÖB, eigene Büroräume und obligatorische Schulungen zur Prävention von Belästigung.
Trotz administrativer Hindernisse bieten studentische Initiativen den Opfern auf dem Campus weiterhin unabhängig psychologische und rechtliche Unterstützung an.