Polizei in Venezuela Stürmt Illegal LGBT-Bar und Nimmt Gäste Fest

Am 30. Mai 2026 stürmten Zivilpolizisten illegal eine LGBT-Bar in Barquisimeto, Venezuela. Nach Angaben der Opfer warfen die Beamten den Anwesenden das „Verbrechen der Homosexualität“ vor, erpressten Geld und outeten die Festgenommenen öffentlich gegenüber ihren Familien und Freunden.

Der Vorfall wurde von Menschenrechtsorganisationen gemeldet, darunter das Venezolanische Observatorium für LGBT-Gewalt (Observatorio Venezolano de Violencia LGBTIQ+), Caleidoscopio Humano und Movimiento Somos. Menschenrechtsverteidiger erklärten, diese Razzia sei Teil einer systematischen Politik der Kriminalisierung von LGBT-Personen im Land und forderten eine Untersuchung.

In den vergangenen Monaten fanden Razzien in mindestens sechs LGBT-Einrichtungen in verschiedenen Regionen Venezuelas statt. Ein ähnlicher Fall ereignete sich im Juli 2023 im Bundesstaat Carabobo, wo die Polizei 33 Männer wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ festnahm. Sie wurden erst nach Massenprotesten freigelassen.

Die venezolanische Regierung hat sich zu der Razzia in Barquisimeto bisher nicht geäußert.

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