Der Pride Month in Pietermaritzburg (Südafrika) Beginnt mit Flaggenhissung und einem Aufruf zum Handeln

Am 1. Juni 2026 wurde die Ethekwini Pride in Pietermaritzburg (Südafrika) offiziell eröffnet. Die Organisatoren hissten die Flagge vor dem Büro des UThingo-Netzwerks und brachten Aktivisten, religiöse Führer und internationale Partner zusammen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Beyond Waves, Pride in Action“ (Jenseits der Wellen: Pride in Aktion) und markierte den Beginn des Pride Month in der Provinz KwaZulu-Natal.
Die Vorsitzende der Ethekwini Pride, Siphokazi Nombande, erklärte, die Zeremonie sei keine Feier, sondern eine „Kriegserklärung an Schweigen und Gewalt“. Sie erinnerte an das verfassungsmäßige Versprechen Südafrikas aus dem Jahr 1996, das gleichen Schutz unabhängig von der sexuellen Orientierung garantiert. Nombande forderte die Regierung und Verbündete auf, von symbolischer Unterstützung zu Taten überzugehen: „Ein Recht, das nur auf dem Papier existiert, schützt niemanden.“
Der Direktor des Uthingo-Netzwerks, Brian Sibeko-Ngidi, stellte fest, dass trotz einer fortschrittlichen Verfassung Gewalt und Diskriminierung gegen LGBT-Personen in Südafrika andauern. „Unsere Leute, Lesben und Transgender, werden immer noch dafür ermordet, wer sie sind“, sagte er. „Wir haben Slogans satt, wir brauchen Taten.“ Sibeko-Ngidi erinnerte auch an die Kämpfe früherer Generationen und die Bedeutung der kollektiven Verantwortung.
Thomas Castrel, Vertreter der Delegation von Flandern in Südafrika, sprach per Videoschalte. Er erklärte, die Gesundheit einer Demokratie messe sich am Schutz der Menschenrechte und betonte die Bedeutung der Verwirklichung von Rechten im Alltag. „Gleichstellung ist kein Randthema. Sie ist der Kern der Frage, ob Menschen offen, sicher und in Würde leben können“, sagte Castrel.
Bei der Zeremonie sprach auch Reverend Vernon. Er forderte die Kirchen auf, LGBT-Personen zu akzeptieren: „Ein authentischer Christ zu sein, bedeutet für mich, jemand zu sein, der im Einklang mit den Lehren Jesu lebt. Queerness ist heilig. Sie bestätigt, dass Gott keine Fehler macht.“ Vernon entschuldigte sich für den durch religiöse Institutionen verursachten Schmerz und lud LGBT-Personen ein, in seiner Gemeinde Zuflucht zu suchen.
Am Ende bekräftigten die Teilnehmer ihr Engagement für den Schutz der Menschenrechte und der Gleichstellung.