Episkopalkirche im Süden der USA Ernennt Erstmals Offen Lesbische Bischöfin
Am 23. Mai 2026 wurde die ehrwürdige Sarah Fisher die neunte Bischöfin der Episkopaldiözese Ost-Carolina. Sie ist die erste offen homosexuelle Bischöfin der Episkopalkirche in den Südstaaten der USA. Unter ihrer Leitung stehen nun 66 Gemeinden und zwei Hochschulministerien in North Carolina.
Fisher wurde im November 2025 mit einfacher Mehrheit im dritten Wahlgang gewählt. Fisher ist mit der ehrwürdigen Mandy Brady verheiratet. Auf die Fragen der Diözese während des Auswahlverfahrens schrieb sie: „Ich habe ein Herz, das Menschen sowohl in Zeiten der Freude als auch der Trauer begleiten kann.“ Nach ihrer Wahl wandte sie sich an die Diözese: „Mit Dankbarkeit und einem vollen Herzen kann ich es kaum erwarten, zu sehen, wohin wir gehen.“
Fisher bemerkte, dass ihre Gemeinde vielfältig sei: Die Menschen haben unterschiedliche Meinungen zu Politik und Alltagsfragen. Ihren Ansatz für den Dienst beschreibt sie als Eintauchen in Beziehungen zu Menschen. „Die Nähe zu denen, die anders sind als wir, ist entscheidend, um die angeborene Würde und Göttlichkeit zu erkennen, die in jedem Menschen lebt“, sagt Fisher. „Es ist leicht, eine Idee, ein Stereotyp oder eine fest verwurzelte Überzeugung zu hassen. Es ist viel schwerer, einen Nachbarn zu hassen, den man kennt.“
In den vergangenen Jahrzehnten ist die Episkopalkirche toleranter gegenüber LGBT-Personen geworden. Im Jahr 2015 erlaubte die Generalkonvention gleichgeschlechtlichen Paaren die Heirat in Kirchen — die Entscheidung wurde mit 129 zu 26 Stimmen unterstützt. 2025 unterzeichnete die Episkopalkirche eine interreligiöse Erklärung zur Unterstützung von Transgender-Personen und betonte, dass viele Gläubige das gesamte Spektrum der Geschlechtsidentität akzeptieren.