Donald Trump nennt „YMCA“ die „nationale Schwulenhymne“ und spricht über seine Popularität bei schwulen Wählern
US-Präsident Donald Trump hat den Hit „YMCA“ der Village People als „nationale Schwulenhymne“ bezeichnet. In seiner Erklärung brachte er die häufige Verwendung dieses Liedes auf seinen Kundgebungen mit der Unterstützung in Verbindung, die er von homosexuellen Wählern erhält.
Laut Trump war es genau dieses Lied, das ihm half, die Stimmen der LGBT-Gemeinschaft zu gewinnen. „Deshalb schneide ich bei den schwulen Wählern so gut ab, glaube ich, wegen dieses Liedes. Schwule wählen mich, sie sagen: ‚Gays for Trump, Gays for Trump, Gays for Trump‘“, erklärte der Politiker.
Darüber hinaus fügte er einen unerwarteten Kommentar über sich selbst hinzu: „Ich vermute, dass ich zu einem gewissen Prozentsatz auch schwul sein könnte, denn sonst wäre dieses Lied nicht entstanden.“
Die Popularität von „YMCA“ auf Trumps Kundgebungen hat eine lange Geschichte. Der Titel aus dem Jahr 1978 beendete regelmäßig seine Wahlkampfveranstaltungen, und der Tanz des Präsidenten zu diesem Lied ging viral. Das Lied selbst wird seit Jahrzehnten mit der LGBT-Kultur in Verbindung gebracht, obwohl sein Autor und Frontmann der Village People, Victor Willis, jeglichen ursprünglichen schwulen Untertext wiederholt bestritten hat. Er behauptete, der Text bedeute nichts anderes als das Abhängen in den Herbergen der Young Men’s Christian Association (YMCA), und drohte Journalisten sogar mit Klagen für gegenteilige Behauptungen. Dennoch merkte Willis an, dass er nichts gegen diese Interpretation durch die Zuhörer habe.
Trumps Behauptungen über eine Rekordunterstützung unter Schwulen sind ein wiederkehrendes Thema. Er hat wiederholt betont, bei LGBT-Wählern Ergebnisse erzielt zu haben, die kein Republikaner vor ihm erreicht habe. Gleichzeitig weisen Kritiker oft auf den Widerspruch zwischen Trumps Stolz auf die Unterstützung durch Schwule und dem politischen Kurs der Republikanischen Partei hin, der Einschränkungen der Rechte von Transgender-Personen und eine konservative soziale Agenda umfasst.