Polizei und Sicherheitskräfte greifen bei Pride-Picknick von LGBT-Studierenden an der Ege-Universität ein
An der Ege-Universität in Izmir, Türkei, griffen Polizei und private Sicherheitskräfte ein, um ein von Studierenden organisiertes Picknick anlässlich des Pride-Monats zu beenden.
Der Zweig von Izmir des Menschenrechtsvereins (İHD) berichtete über den Vorfall. Menschenrechtsverteidiger veröffentlichten eine Erklärung im sozialen Netzwerk X und forderten ein sofortiges Ende der Einmischung in die friedliche Veranstaltung.
Der Verein forderte die Strafverfolgungsbehörden und privaten Sicherheitsdienste auf, “auf Gewalt, Festnahmeandrohungen, physische Behinderungen und diskriminierende Praktiken zu verzichten”. Die Organisation erinnerte die Universitätsverwaltung und die Sicherheitskräfte an ihre Verpflichtung, Gesetze, Menschenrechte und das Diskriminierungsverbot einzuhalten.
“Pride kann nicht verboten werden; die LGBT-Gemeinschaft ist nicht allein”, schloss die Erklärung des İHD.
In den letzten Jahren waren LGBT-Veranstaltungen an türkischen Universitäten häufig mit Verboten und Polizeieinsätzen konfrontiert. Die Behörden führen oft Sicherheitsbedenken oder den Schutz der “öffentlichen Moral” an, während Menschenrechtsorganisationen diese Maßnahmen als Verletzung der Versammlungsfreiheit betrachten.
Schlagwörter