„Das geheime Publikum" – das Buch von Jon Savage darüber, wie LGBT-Künstler die Populärkultur geprägt haben
Jon Savages Studie über den LGBT-Einfluss auf Popmusik und Populärkultur zwischen 1955 und 1979.

Im Juni 2025 veröffentlichte der britische Verlag Faber & Faber das Buch The Secret Public: How Music Moved Queer Culture From the Margins to the Mainstream des britischen Musikkritiker und Kulturhistorikers Jon Savage. Im Juni 2026 erschien eine spanische Übersetzung unter dem Titel El Público Secreto im Verlag Liburuak. Das Buch ist auf Englisch verfasst.
Savage untersucht, wie LGBT-Künstler, Musiker und bildende Künstler die Massenkultur zwischen 1955 und 1979 prägten. Im Mittelpunkt des Buches steht die Idee eines „geheimen Publikums" — einer Zuhörer- und Zuschauerschaft, die versteckte Signale und Codes in Musik, Mode und bildender Kunst erkennen konnte, Signale, die von der umgebenden Kultur übersehen oder abgelehnt wurden. Diese Codes trugen die Erfahrungen und Identitäten von Menschen, deren Leben in der Öffentlichkeit unsichtbar oder verboten blieben.
Das Buch reicht vom frühen Rock and Roll über Glam-Rock bis hin zu Disco. Zentrale Figuren sind Little Richard, David Bowie, Sylvester und andere Künstler, in deren Werk sich Entfremdung und neue Formen des Selbstausdrucks verbanden. Savage zeigt, wie marginalisierte Gemeinschaften schrittweise aus der Unsichtbarkeit heraustraten und zu einer treibenden Kraft des kulturellen Wandels wurden.
Jon Savage ist ein britischer Musikjournalist und Kulturhistoriker. Er ist vor allem durch England’s Dreaming (1991) bekannt, das zu einem der maßgeblichen Werke zur Geschichte des Punk-Rock und der Sex Pistols wurde. In Das geheime Publikum setzt er seine Untersuchung der Verbindungen zwischen Jugend, Musik, Sexualität und gesellschaftlichem Wandel fort.





